Konjunktur
Einfuhrpreise in Deutschland brechen ein

Die Einfuhrpreise in Deutschland sind im Januar so stark wie seit knapp zehn Jahren nicht mehr gesunken. Im Jahresvergleich seien die Importpreise um 5,4 Prozent zurückgegangen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das ist der stärkste Rückgang seit Februar 1999.

HB WIESBADEN. Grund sind vor allem die einbrechenden Energiepreise. Damit verzeichneten die Statistiker den höchsten Rückgang gegenüber einem Vorjahresmonat seit Februar 1999 (minus 6,1 Prozent).

Im Dezember und im November 2008 hatte die Jahresveränderungsrate noch bei minus 4,1 Prozent beziehungsweise minus 0,7 Prozent betragen. Gegenüber Dezember 2008 sank der Einfuhrpreisindex um 0,5 Prozent.

Der drastische Preisrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat ist laut Bundesamt insbesondere auf die gesunkenen Preise für importierte Energieträger zurückzuführen, diese stürztem um 22,5 Prozent in die Tiefe. Gegenüber Dezember 2008 fielen die Energiepreise um 1,1 Prozent.

Die Preise für Rohöl sanken im Vorjahresvergleich um 46,0 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 2,1 Prozent an, nachdem sie im Dezember noch um 24,0 Prozent gesunken waren.

Mineralölerzeugnisse verbilligten sich gegenüber Januar 2008 um 39,6 Prozent, verteuerten sich aber gegenüber Dezember 2008 um 10,6 Prozent. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Januar 2009 um 0,3 Prozent unter dem Stand von Januar 2008 und 0,9 Prozent unter dem Stand von Dezember.

Im Nahrungsmittelsektor fielen unter anderem die Preise für Getreide gegenüber dem Vorjahresmonat um 34,5 Prozent. Milch und Milcherzeugnisse waren im Vergleich zu Januar 2008 um 15,3 Prozent billiger.

Der Index der Ausfuhrpreise sank im Januar 2009 gegenüber Januar 2008 um 0,9 Prozent. Im Dezember 2008 hatte er sich im Vorjahresvergleich nicht verändert, im November 2008 hatte die Jahresteuerungsrate plus 1,1 Prozent betragen. Gegenüber Dezember 2008 sank der Ausfuhrpreisindex um 0,2 Prozent.

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