Konjunktur
Euro-Krise bedroht Wachstum in China

Die Euro-Krise gefährdet nicht nur hierzulande das Wachstum, sondern auch in China. Dort legte die Wirtschaft das schlechteste Quartal seit drei Jahren hin. Doch die Regierung rechnet mit einem Aufschwung.
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Washington/PekingDie anhaltende Euro-Krise gefährdet nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) das Wirtschaftswachstum in China. Die europäische Schuldenkrise stelle derzeit das größte externe Risiko für die Konjunktur in China dar.

Falls Peking keine wirtschaftspolitischen Gegenmaßnahmen ergreifen sollte, könnte das Wachstum um bis zu vier Prozentpunkte fallen, heißt es im neusten IWF-Jahresbericht zu China. Bereits derzeit belaste die Euro-Krise die Stimmung von Investoren und Konsumenten in China.

Allerdings räumt der IWF ein, dass Peking ausreichend Spielraum für entschlossenes Gegensteuern besitze.

Der IWF rechnet dieses Jahr mit acht Prozent Wachstum in China, im nächsten Jahr mit 8,5 Prozent.

Dabei scheinen die ersten Maßnahmen in China zu wirken. Nach Regierungsangaben wird die Wirtschaft im zweiten Halbjahr wieder an Fahrt gewinnen. "Wir sehen recht klare Anzeichen vom Industriesektor, dass sich die Wirtschaft stabilisiert", sagte ein Vertreter des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologien am Mittwoch. Allerdings gebe es noch große Herausforderungen, da die Unternehmen mit einer Nachfrage-Abkühlung kämpften. Im zweiten Quartal legte die Wirtschaft in China um 7,6 Prozent zu - das war das niedrigste Wachstum seit mehr als drei Jahren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Konjunktur: Euro-Krise bedroht Wachstum in China"

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  • "Vermutlich sind es dann wieder die bösen Deutschen."
    Nix da, die Griechen :)

  • Cool, ich finde das Toilettenpapier zu hart, schuld daran ist die "Euro-Krise".
    Es erstaunt mich eigentlich nicht, das Journalisten auch noch bereitwillig so einen Mist schreiben. Der Euro ist wohl kaum Schuld an Chinas eigener Wirtschaft, ebenso wenig für die Dollar-Misere, und ebenso wenig für die Schulden Japans. Der Euro ist auch nicht Schuld an dem Gewinnrückgang der Deutschen Bank, der stand bei mehr Gewinn nämlich niedriger.
    Mein Nachbar ist auch nicht schuld, wenn ich mich verspekuliere, sondern ich selbst war so dämlich. Und niemand anderes. Aber es scheint "modern" zu sein, anderen die Schuld zuschieben zu wollen, wenn man selbst dämlich genug ist, und das auch noch öffentlich in der Presse kund tut.
    Begriffe sollten klären, und nicht verwirren oder in eine bestimmte Richtung steuern.
    Euro-Krise ist lachhaft, gegenüber der Dollar-Krise, der Yen-Krise, der China-Krise, der Börsen-Krise, der Banken-Krise, der Wirtschafts-Krise und was man sonst noch so kreieren kann. Es bleibt übrig - eine Verteilungs-Krise.

  • Was machen die beiden, wenn das Gezocke gegen den Euro schief geht ?
    Dann rutschen und wanken und fallen die beiden Elefanten, aber die Euroländer sind schuldig.
    Vermutlich sind es dann wieder die bösen Deutschen. Wie beim letzten Mal beim den Urgroßvätern. Da haben die Amis aber alles was Gold war von den deutschen angeholt, um Cash für die Raparationen zu ziehen.
    Jetzt ist nichts mehr da und Fort Knox ist vermutlich auch leer.
    Der Greenback ist natürlich wertlos aber das will man nicht hören.

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