Konjunktur
Euro-Wirtschaft lässt Ökonomen jubeln

Die Wirtschaft in den 16 Euro-Ländern hat das Ende der Rezession vor Augen. Sowohl die Dienstleister als auch die Industrie erholten sich im August spürbar, wie eine am Freitag veröffentlichte Umfrage der Marktforscher von Markit unter 5000 Unternehmen ergab.
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HB BERLIN. „Die Umfrage zeigt, dass sich dem beispiellosen Absturz eine zügige Erholung anschließt“, sagte Markit-Experte Rob Dobson. „Das ermöglicht dem Euro-Raum im dritten Quartal wieder Wachstum.“ Allerdings stehe der Aufschwung angesichts der weiter steigenden Arbeitslosigkeit noch auf tönernen Füßen.

Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg auf 49,5 von 45,7 Punkten im Juli - den höchsten Stand seit 15 Monaten. Damit liegt das viel beachtete Barometer nur noch knapp unter der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird. Experten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 46,5 Punkte gerechnet.

Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie zog auf 47,9 von 46,3 Punkten an und damit ebenfalls stärker als erwartet. Auch das ist der höchste Stand seit mehr als einem Jahr. Die Unternehmen steigerten ihre Produktion zum ersten Mal seit seit Mai 2008 wieder.

Die Rezession im Euro-Raum war im zweiten Quartale wegen der Erholung in den beiden größten Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich beinahe zum Erliegen gekommen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte nur noch um 0,1 Prozent, nachdem es zu Jahresbeginn mit 2,5 Prozent den stärksten Rückgang in der zehnjährigen Geschichte der Währungsunion gegeben hatte. Für das laufende Sommerquartal sagen von Reuters befragte Experten ein Wachstum von 0,2 Prozent voraus. Ökonomen führen die Erholung auf die historischen niedrigen Zinsen der Europäischen Zentralbank, die Konjunkturprogramme der Regierungen und die anziehende Nachfrage aus Asien zurück.

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