Konjunktur
Französische Wirtschaft bremst Talfahrt

Die französische Wirtschaft wird nach Ansicht der Notenbank in Paris im Frühjahr ihre Talfahrt etwas abbremsen. Dem Staat macht die Krise aber nach wie vor schwer zu schaffen: Der Haushalt des Landes weist ein riesiges Loch auf.

HB PARIS. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im zweiten Quartal voraussichtlich um 0,6 Prozent schrumpfen, teilte die Bank von Frankreich in ihrer am Dienstag vorgelegten Prognose mit. Für die am Freitag anstehenden vorläufigen Daten für das erste Quartal rechnen von Reuters befragte Experten damit, dass die Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent geschrumpft ist.

Im April sei die Geschäftsaktivität in der Industrie nicht mehr so stark zurückgegangen wie in den Vormonaten, teilte die Notenbank mit. Der entsprechende Stimmungsindikator für den Sektor sei im April um einen Punkt auf 75 Zähler gestiegen. Auch der Ausblick habe sich etwas aufgehellt. Im Dienstleistungsbereich fiel das Barometer hingegen um zwei auf 75 Punkte. Die Nachfrage sinke weiter und viele Firmen reagierten mit Personalabbau auf die Krise, hieß es weiter. Auch die Geschäftsaussichten für die nächsten Monate seien eingetrübt.

Die Wirtschaftskrise reißt indes ein riesiges Loch in den französischen Staatshaushalt. Bis Ende März hat sich das Defizit von 22,5 Mrd. auf 43,7 Mrd. Euro verdoppelt. Dazu hätten die Ausgaben zur Konjunkturankurbelung 13,1 Mrd. Euro beigetragen, teilte das französische Budgetministerium mit. Während die Ausgaben stiegen, brachen die Steuereinnahmen im Jahresvergleich von fast 70 Mrd. auf 51,1 Mrd. Euro ein.

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