Konjunktur
Industrie der Euro-Zone wächst kaum

Die Industrie der Euro-Zone kann ihre Produktion kaum steigern. Besonders das Ergebnis in Frankreich enttäuschte Experten. Doch der niedrige Ölpreis könnte nun der Industrie zur Hilfe kommen.
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BrüsselDie Industrie in der Euro-Zone kommt derzeit kaum vom Fleck. Die Betriebe in den 18 Ländern steigerten ihre Produktion im Oktober lediglich um 0,1 Prozent zum Vormonat, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte.

Ein Hauptgrund für die unerwartet schwache Entwicklung war allerdings, dass Energieunternehmen wegen der milden Witterung 1,9 Prozent weniger erzeugten. In allen großen Ländern der Währungsunion fiel die Produktion schwach aus. „Besonders enttäuschend war das Ergebnis dabei in Frankreich“, sagte BayernLB-Experte Johannes Mayr. Dort ging die Produktion um 0,9 Prozent zurück. Aber auch in Italien (-0,1 Prozent) und Spanien (-0,4 Prozent) sank die Produktion zum Vormonat, während sie in Deutschland stagnierte.

„Die Industrie geht ohne Schwung ins Winterhalbjahr“, sagte Mayr. Sein Kollege Peter Vanden Houte von der ING-Bank betonte jedoch, der niedrige Euro-Kurs und der „dramatische Rückgang des Ölpreises“ würden der europäischen Industrie in den nächsten Monaten Rückenwind geben. In einigen kleineren Ländern fielen die Produktionszahlen deutlich positiver aus. In Irland gab es im Oktober ein Plus von neun Prozent, in Griechenland einen Anstieg um 2,5 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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