Konjunktur
Japans Exporte geben Hoffnung für Konjunktur

Der Absturz der Exporte in Japan hat im März an Tempo verloren. Die Firmen verkauften erstmals seit fast einem Jahr wieder etwas mehr ins Ausland als im Vormonat, wie das Finanzministerium am Mittwoch mitteilte. Experten erwarten nun, dass eine nachhaltige Erholung in den kommenden Monaten einsetzt.

HB TOKIO. Auf Jahressicht brachen die Ausfuhren mit 45,6 Prozent etwas schwächer ein als noch im Februar, als ein Rekordminus gemeldet wurde. Experten sahen das als Anzeichen für eine Belebung des Welthandels. „Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis sich die Exporte erholen, weil die Wirtschaft bei den Handelspartnern nicht so schnell an Fahrt gewinnt“, sagte Takahide Kiuchi, Chefvolkswirt von Nomura Securities.

Um saisonale Effekte bereinigt legten die Ausfuhren im März verglichen mit Februar um 2,2 Prozent zu. „Die Daten von heute deuten an, dass eine Erholung bei den Exporten in den kommenden Monaten einsetzt, weil die Bereinigung bei den Lagern in Japan und im Ausland Fortschritte macht, während die Nachfrage in China anzieht und sich das Geschäftsklima im Westen belebt“, sagte Tatsushi Shikano von Mitsubishi UFJ Securities.

Die Importe gingen zugleich auf Jahressicht um 36,7 Prozent zurück. Der Handelsüberschuss brach daher um 99 Prozent auf elf Mrd. Yen (etwa 87 Mio. Euro) zurück. Analysten hatten im Schnitt mit einem Defizit von fünf Mrd. Yen gerechnet.

Die großen japanischen Unternehmen sind von der weltweit schwersten Krise seit den 30er Jahren schwer in Mitleidenschaft gezogen werden. Allerdings erwarten sie ein Anziehen der Produktion im März und April, nachdem die Lagerbestände im Rekordtempo abgebaut wurden. Das unterstreicht Hoffnungen, dass der größte Teil der Krise überstanden ist.

Die japanische Notenbank dürfte am 30. April ihre Konjunkturprognosen für das Fiskaljahr bis März 2010 senken. Medienberichten zufolge dürfte sich auch die Regierung pessimistischer zeigen. Experten sagen trotz des milliardenschweren Konjunkturpakets für Japans Wirtschaft ein Schrumpfen um drei bis fünf Prozent voraus.

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