Konjunktur
Japans Wirtschaft kämpft gegen die Folgen

Die japanische Regierung blickt mit gemischten Gefühlen auf die Wirtschaft des Landes. Zwar soll es im dritten Quartal wieder aufwärts gehen, dafür war der Rückgang im zweiten Quartal stärker als erwartet.
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TokioDie japanische Wirtschaft hat nach Einschätzung der Regierung immer stärker mit Gegenwind zu kämpfen. Vor allem die ungewisse Entwicklung der Weltwirtschaft sowie Turbulenzen auf den Aktien- und Devisenmärkten machten dem Land zu schaffen, sagte Wirtschaftsminister Motohisa Furukawa am Freitag.

Als positiv unterstrich der Minister aber, dass die Zulieferprobleme nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe am 11. März mittlerweile nachgelassen hätten. Seit Juli gehe es wieder aufwärts. Auch Experten rechnen damit, dass die Konjunktur nach drei Minus-Quartalen in Folge wieder an Fahrt gewinnt.

Jüngsten Statistiken zufolge hat die japanische Wirtschaft im zweiten Quartal allerdings noch stärker unter den Folgen der Katastrophenserie von Erdbeben, Tsunami und Atomunfall gelitten als bisher angenommen: Das Bruttoinlandsprodukt sank im zweiten Vierteljahr um 0,5 Prozent, wie am Freitag aus revidierten Berechnungen der Regierung hervorging und von den meisten Experten erwartet worden war. Bisher hatte die Regierung mit einem Minus von 0,3 Prozent kalkuliert. Auf das Jahr hochgerechnet beläuft sich der Rückgang auf 2,1 Prozent. Volkswirte hatten hier mit minus 2,2 Prozent gerechnet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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