Konjunktur Juni
Deutsche Inflationsrate steigt auf 1,0 Prozent

Waren und Dienstleistungen kosteten im Juni durchschnittlich 1,0 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Billigere Energie und stabile Lebensmittelpreise sind die Gründe dafür, dass die Inflation in Deutschland niedrig bleibt.
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BerlinBilligere Energie und stabile Lebensmittelpreise halten die Inflation in Deutschland niedrig. Waren und Dienstleistungen kosteten im Juni durchschnittlich 1,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Die Teuerungsrate blieb nur einen Tick über dem im Mai erreichten Vier-Jahres-Tief von 0,9 Prozent. Sie verharrt damit deutlich unter zwei Prozent: Bei Werten knapp unter dieser Marke spricht die Europäische Zentralbank von stabilen Preisen.

Gedämpft wurde die Inflation von Nahrungsmitteln, die sich erstmals seit mehr als vier Jahren nicht mehr verteuerten. Wegen guter Ernten blieben die Preise stabil. Energie kostete 0,3 Prozent weniger als im Juni 2013. Allerdings mussten die Verbraucher mancherorts mehr für Benzin und Diesel bezahlen. Die Kraftstoffe verteuerten sich beispielsweise in Bayern um 1,4 Prozent. Wegen bürgerkriegsähnlicher Zustände in Teilen des Irak hatte sich Öl zuletzt merklich verteuert. Wohnungsmieten erhöhten sich mit 1,5 Prozent überdurchschnittlich, Dienstleistungen kosteten sogar 1,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Das Münchner Ifo-Institut sagt für 2015 wegen des erwarteten kräftigen Aufschwungs eine höhere Teuerungsrate voraus. Sie soll dann bei durchschnittlich 1,7 Prozent, nach 1,1 Prozent im laufenden Jahr. "Hier spiegelt sich vor allem die Entwicklung der Arbeitskosten wider, die infolge der zunehmenden Auslastung der Produktionskapazitäten und der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns deutlich steigen dürften", erklärte das Institut.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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