Konjunktur
Konjunkturerwartungen für Europa immer düsterer

Die EU-Kommission schraubt die ohnehin schlechten Konjunkturerwartungen weiter nach unten. Außenhandel und Industrieproduktion liefen „auf sehr niedrigem Niveau und mit negativen Vorzeichen“, sagte EU-Währungskommissar Joaquín Almunia. Die Entwicklung sei „besorgniserregend“.

HB PRAG. „Das ist besorgniserregend angesichts der Lage der Weltwirtschaft“, sagte EU-Währungskommissar Joaquín Almunia am Freitag beim Finanzministertreffen der Union in Prag. Die EU-Kommission schraubt die ohnehin schlechten Konjunkturerwartungen weiter nach unten. Außenhandel und Industrieproduktion liefen „auf sehr niedrigem Niveau und mit negativen Vorzeichen“. Aktuelle Zahlen nannte Almunia nicht.

Die Kommission will ihre aktualisierte Konjunkturprognose vom Januar am 4. Mai veröffentlichen. Bislang erwartet sie für 2009 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in der Eurozone um 1,9 Prozent. Ein Aufschwung ist nach Almunias Worten erst 2010 zu erwarten.

Ein weiteres Warnzeichen sei die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahlen nähmen überall wieder zu. „Die Abwärtsrisiken verwirklichen sich“, mahnte Almunia. Unter dem Strich werde das erste Quartal 2009 „nicht positiv“. Als derzeit einzig positiven Aspekt nannte Almunia den vergleichsweise stabilen Konsum der privaten Haushalte. „Der private Verbrauch steht besser da, das wird auch unterstützt durch die niedrige Teuerung.“

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