Konjunktur
Lebenshaltung wird günstiger

Das Leben für die deutschen Verbraucher wird billiger: Nach dem stärksten Fall der Erzeugerpreise seit mehr als 22 Jahren rechnen Experten mit sinkenden Lebenshaltungskosten. Für Juni sagen sie einen Rückgang der Verbraucherpreise um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat voraus.

HB BERLIN. "Vor allem Energie ist deutlich billiger geworden, aber auch viele Lebensmittel", sagte DekaBank-Experte Karsten Junius. Bereits im Mai war die Teuerungsrate auf null Prozent gefallen. Eine erste Schätzung für Juni wird Ende nächster Woche veröffentlicht.

Auf sinkende Lebenshaltungskosten deutet die Entwicklung der Erzeugerpreise hin. Die Produzenten von Energie, Nahrungsmitteln, Metallen und anderen gewerblichen Erzeugnissen senkten ihre Preise im Mai um durchschnittlich 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. "Einen stärkeren Rückgang hatte es letztmalig im April 1987 mit 3,7 Prozent gegeben", teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Vergleich zum Vormonat stagnierten die Preise. Die Produzenten geben die Richtung für die Verbraucherpreise vor: Der Handel reicht niedrigere Einkaufskosten in der Regel an seine Kunden weiter.

Billiger wurden vor allem Metalle und andere Vorleistungsgüter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet und umgewandelt werden. Sie waren um 6,4 Prozent günstiger zu haben als vor einem Jahr. Die Energieproduzenten senkten ihre Preise um 5,8 Prozent. Nahrungsmittel kosteten 3,4 Prozent weniger.

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