Konjunktur
Ministerium: Wirtschaft stabilisiert sich

Die Meldungen aus der deutschen Wirtschaft sind immer noch widersprüchlich, doch nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums haben sich die Aussichten für die Konjunktur in Deutschland verbessert. Ein kleiner Dämpfer kommt aus der Eurozone.

HB BERLIN. Vieles spreche dafür, dass sich die gesamtwirtschaftliche Leistung im zweiten Quartal stabilisiert haben könnte, teilte das Ministerium am Freitag mit. Dabei profitiere die Industrie von der anziehenden Nachfrage, auch aus dem Ausland. Zudem machten sich im Inland die Impulse der Konjunkturpakete bemerkbar.

Der Konsum profitiere von den staatlichen Hilfen, von den stabilen Preisen und vom bislang vergleichsweise robusten Arbeitsmarkt. Allerdings dürften hier die Belastungen in den kommenden Monaten zunehmen, betonte das Ministerium.

ap BERLIN. Die Abwrackprämie wirkt und die steile Talfahrt scheint zu enden: Vor allem die Bestelltätigkeit in der Industrie habe sich belebt und die Produktion spürbar verbessert, erklärte das Ministerium am Freitag.

Gut gefüllte Auftragsbücher haben demnach die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen. Außerdem sorge die Abwrackprämie für viele Pkw-Neuzulassungen, wovon wiederum der private Konsum profitiere.

Vieles spreche dafür, dass sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im zweiten Quartal stabilisiert haben könnte, heißt es in dem Bericht weiter. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat nach Angaben des Ministeriums bislang im europäischen Vergleich nur moderat zugenommen. In den kommenden Monaten dürften die Belastungen durch den Arbeitsmarkt allerdings zunehmen, erwartet das Ministerium.

Eine Belebung des Welthandels schlage sich in einer deutlichen Belebung der Auslandsbestellungen nieder. Es bleibe aber abzuwarten, ob die Entwicklung auch nachhaltig sei. An den internationalen Finanzmärkten habe sich die Situation angesichts massiver Stützungsmaßnahmen beruhigt. Viele Probleme „bestünden aber fort und die konjunkturellen Risiken blieben daher hoch, dämpfte das Ministerium die Erwartungen.

Aus Regierungskreisen hatte es zuletzt geheißen, dass es bei der Wirtschaftsleistung im Frühjahr eine "schwarze Null" geben könnte. Zum Jahresauftakt war das Bruttoinlandsprodukt mit 3,8 Prozent so stark geschrumpft wie noch nie seit Beginn der Datenerhebung.

Ein leichter Dämpfer kommt allerdings aus der Eurozone. Dort ist der Handelsbilanzüberschuss im Mai leicht geschrumpft. Der Überschuss habe bei 1,9 Mrd. Euro gelegen, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mit. Im Vormonat war ein Überschuss von 2,7 Mrd. Euro ausgewiesen worden. Im Mai 2008 gab es den Angaben zufolge noch ein Defizit von 3,8 Mrd. Euro.

Die Ausfuhren sind im Mai laut Statistikbehörde im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 2,7 Prozent gesunken. Die Einfuhren seien um 2,8 Prozent zurückgegangen.

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