Konjunktur
OECD: China wächst deutlich langsamer

Das Wachstum in China geht angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise in diesem Jahr nach Einschätzung der OECD deutlich zurück. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte nur noch um sechs bis sieben Prozent zulegen. Das sagte der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Angel Gurria, am Freitag.

HB PEKING. Das umgerechnet 430 Mrd. Euro schwere Konjunkturpaket der chinesischen Regierung könnte aber im kommenden Jahr das Wachstum wieder stärker ankurbeln. Gurria äußerte sich jedoch nicht zu den Aussichten für die Wirtschaft Chinas für 2010.

Die Weltbank hat ihre Wachstumsprognose für China bereits auf 6,5 Prozent heruntergeschraubt. Die OECD geht bislang von einem Zuwachs von acht Prozent aus, die neue Prognose soll am 31. März vorgelegt werden. Bereits im vergangenen Jahr war die Wirtschaft Chinas um weniger als zehn Prozent gewachsen, nachdem das Land zuvor jahrelang von zweistelligen Wachstumsraten verwöhnt war. Die chinesische Regierung hält ein Wachstum von acht Prozent für nötig, damit genügend Arbeitsplätze für die Millionen auf den Arbeitsmarkt drängenden Menschen geschaffen und soziale Unruhen vermieden werden können.

Trotz des Einbruchs dürfte sich die Wirtschaft in China deutlich besser schlagen als in den Industriestaaten: In den 30 Staaten der OECD werde die Wirtschaft stark einbrechen, sagte Gurria. „Das Wachstum in großen Schwellenländern wie Indien und China kann den scharfen Einbruch in den reichen Ländern nicht ausgleichen, was für die Welt insgesamt ein Minus bei der Wirtschaftsleistung bedeutet.“

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