Konjunktur
Österreich: Weniger Exporte nach Deutschland

Ein Einbruch der Exporte vor allem an den Haupthandelspartner Deutschland hat Österreichs Wirtschaft im ersten Quartal mit voller Wucht getroffen. Nach Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo) ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Januar bis März um 2,6 Prozent gesunken.

HB WIEN. Der Rückgang hat sich im ersten Quartal beschleunigt. Im vierten Quartal war die Summe aller erzeugten Leistungen und Güter um 0,4 Prozent rückläufig gewesen, teilte das Wifo am Mittwoch mit. Im dritten Quartal des Vorjahres war die Wirtschaftsleistung noch auf Vorjahresniveau gelegen.

„Mit einer Verzögerung von einem Quartal folgte die österreichische Wirtschaft damit dem internationalen Abwärtssog. Der Konjunktureinbruch war aber bisher nicht so massiv, wie beim Haupthandelspartner Deutschland“, teilte das Wifo mit. Die Deutschen sind mit rund einem Drittel Hauptabnehmer österreichischer Waren. Stark betroffen waren vor allem die Zulieferer der Auto- und Maschinenindustrie. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal um knapp vier Prozent.

Eingebrochen sind vor allem die Exporte, die um 8,1 Prozent zurückgingen. Dem folgte ein Investitionsstopp. Die Unternehmen steckten um 3,6 Prozent weniger Geld in neue Anlagen. Im Bauwesen schlägt demnach ein Minus von 3,2 Prozent zu Buche.

Auf Jahresbasis liegt die Wirtschaftsleistung Österreichs um 3,5 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Das Wifo wird erst Ende Juni eine neue Prognose für 2009 vorlegen. Experten gehen aber davon aus, dass das Institut seine Schätzung von einem Minus von 2,2 Prozent kräftig nach unten revidieren muss.

Schon in der Vorwoche korrigierte die Oesterreichische Nationalbank ihre Erwartungen deutlich. Die Notenbank erwartet ein Schrumpfen der Wirtschaft von 4,2 Prozent. 2010 sollte sich nach Auffassung der OeNB dann ein leichtes Wachstum einstellen.

Das Wifo ist aber insgesamt wieder etwas optimistischer. Im April und Mai habe sich die Stimmung in der Industrie wieder etwas aufgehellt, hieß es Die Erwartungen für die kommenden Monate hätten sich sogar verbessert.

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