Konjunktur
Preise in Deutschland bleiben stabil

Weil Öl im Vergleich zum vergangenen Jahr immer noch günstig ist, bleiben die Verbraucherpreise stabil. So lag die Teuerungsrate Im Juni bei gerade einmal 0,1 Prozent.

HB WIESBADEN. Im Mai war erstmals seit 22 Jahren eine Jahresrate von 0,0 Prozent festgestellt worden. Im direkten Vergleich von Mai auf Juni zogen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent an.

Zwar sei der Preisverfall bei Mineralölprodukten seit einigen Monaten gestoppt. Im Juni seien sogar deutliche Preisanstiege gegenüber dem Vormonat ermittelt worden, berichteten die Mitarbeiter des Statistischen Bundesamtes. Dennoch lägen die Preise für Mineralölerzeugnisse immer noch weit unterhalb der Rekordniveaus aus dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung für Energie hätte die Inflationsrate im Juni bei 1,1 Prozent gelegen. Dass Verbraucher trotzdem insgesamt etwas tiefer in die Tasche greifen mussten als vor zwölf Monaten, begründen die Statistiker insbesondere mit der jüngsten Verteuerung von Nahrungsmitteln und Tabakwaren.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte für diesen Sommer in der Eurozone wegen der gesunkenen Ölpreise sogar negative Werte vorhergesagt. Erst zum Ende des Jahres hin sollen die Preise wieder anziehen. Zielmarke der EZB für die Jahresrate ist ein Wert von knapp unter 2,0 Prozent.

Nach den Angaben des Statistischen Bundesamts war Energie im Juni insgesamt 7,9 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Erhebliche Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr wiesen vor allem die Mineralölprodukte auf. So war leichtes Heizöl 40,2 Prozent billiger als im Juni 2008, Kraftstoffe waren 15,4 Prozent preiswerter. Dagegen kostete bei Haushaltsenergie vor allem Strom (plus 6,9 Prozent) deutlich mehr als im Juni 2008.

Die Nahrungsmittelpreise lagen im Juni 2009 um 0,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, obwohl sie erstmals seit Januar wieder anstiegen. Binnen Jahresfrist ergaben sich weiterhin spürbare Preisrückgänge insbesondere bei Molkereiprodukten von 9,1 Prozent. Deutlich billiger als vor einem Jahr war auch Gemüse mit minus 5,9 Prozent. Hingegen verteuerten sich im Jahresvergleich Fisch und Fischwaren um 3,5 Prozent sowie Fleisch und Fleischwaren um 2,9 Prozent). Bei den Süßwaren (plus 2,4 Prozent) machte sich der Preisanstieg für Bienenhonig um ein Fünftel (20,1 Prozent) bemerkbar.

Die Preise für Tabakwaren erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr für die Verbraucher spürbar um 4,7 Prozent. Das sei insbesondere auf die Preiserhöhungen für Zigaretten im Juni zurückzuführen: Raucher mussten für Zigaretten 5,1 Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr.

Den deutlichen Preisanstieg im Juni gegenüber dem Mai um 0,4 Prozent begründen die Statistiker im Wesentlichen mit den Preiserhöhungen bei Mineralölprodukten (plus 5,5 Prozent) und Tabakwaren (plus 4,5 Prozent).

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