Konjunktur
Spaniens Wirtschaft tief in der Krise

Die Wirtschaft in Spanien steckt in einer tiefen Rezession - Beobachter sprechen gar von der schwersten Krise seit einem halben Jahrhundert. Zum Jahresauftakt sank die Leistung der Wirtschaft um 1,8 Prozent.

HB MADRID. So groß war der Rückgang noch nie seit Beginn der Datenerhebung 1970 - Volkswirte sprachen sogar vom stärksten Minus seit 1959. Dem südeuropäischen Land macht dabei nach dem Platzen einer Immobilienblase der Einbruch der heimischen Nachfrage zu schaffen. Experten erwarten keine schnelle Erholung der Wirtschaft. Den Tiefpunkt der Krise sehen sie aber erreicht.

Verglichen mit dem Vorjahr ging das Bruttoinlandsprodukt um 2,9 Prozent zurück - über viermal so stark wie zum Jahresende 2008. Die EU-Kommission geht davon aus, dass Spanien das letzte Land der Europäischen Union ist, das den Weg aus der Wirtschaftskrise findet. Möglicherweise könnte sich das sogar bis 2011 hinziehen. Grund dafür ist die übergroße Abhängigkeit der spanischen Wirtschaft vom privaten Konsum und vom Bausektor.

Am Freitag werden neue Daten zur Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone und in Deutschland vorgelegt. Für den Währungsraum gehen Experten von einem Minus von zwei Prozent aus - das wäre das größte Minus seit Bestehen der Euro-Zone. Deutschland dürfte mit einem Minus von drei Prozent noch tiefer in der Rezession stecken. Allerdings könnte damit das Schlimmste überstanden sein: "Das erste Quartal war der Tiefpunkt der Rezession, der Gipfel des Absturzes", sagte ING-Experte Martin van Vliet.

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