Konjunktur
Stimmung der US-Einkaufsmanager verbessert

Wieder ein Hoffnungsschimmer für die Konjunktur in den USA: Dort hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe im Juli stärker als erwartet aufgehellt.
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HB WASHTINGTON. Der entsprechende Index sei von 44,8 Punkten im Vormonat auf 48,9 Punkte gestiegen, teilte das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 46,2 Punkte gerechnet.

Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den usa. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.

Der ISM-Index spricht nach Einschätzung von Volkswirten mit dem siebten Anstieg in Folge für eine Stabilisierung der US-Wirtschaft. Zwar liege der Einkaufsmanagerindex noch immer unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Hoffnungen auf ein Durchschreiten der konjunkturellen Talsohle in den kommenden Monaten seien aber berechtigt.

Die gestiegene Beschäftigungskomponente beim ISM-Index weist aus Sicht der Helaba darauf hin, dass die Dynamik des Abschwungs am Arbeitsmarkt nachlässt. Von einer Trendwende könne aber keine Rede sein, zumal sich der Stellenabbau fortzusetzen scheine. Die neuesten US-Arbeitsmarktdaten werden an diesem Freitag veröffentlicht. Eine Trendwende sehen Volkswirte dabei noch nicht. "Der US-Arbeitsmarktbericht für Juli wird Präsident Obama keine Freude machen", schreibt die DekaBank. Das Ziel, mit Hilfe des Konjunkturpakets baldmöglichst wieder einen Beschäftigungsaufbau zu generieren, werde Obama noch eine ganze Weile nicht erreichen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hätten zuletzt aber eine leichte Verbesserung signalisiert.

Massive öffentliche Investitionen sorgen für Schwung in der US-Bauwirtschaft. Die Bauausgaben stiegen im Juni überraschend um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Montag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Minus von 0,5 Prozent gerechnet. Noch im Mai hatte es einen Rückgang um 0,8 Prozent gegeben. Die gesamten Ausgaben von privaten Häuslebauern, Firmen und Staat lagen bei 965,7 Mrd. Dollar.

Der Anstieg ist vor allem dem Konjunkturprogramm der US-Regierung zu verdanken. Die öffentlichen Bausaugaben stiegen um 1,0 Prozent auf den Rekordwert von 321,75 Mrd. Dollar. Das war bereits das fünfte Plus in Folge. Auf den Staat geht etwa ein Drittel der Gesamtinvestitionen zurück. Die Ausgaben der privaten Häuslebauer stiegen um 0,5 Prozent auf 246,07 Mrd. Dollar. Der gewerbliche Bau sank hingegen erneut.

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