Konjunktur
Trotz Abschwung: Deutscher Export floriert

Deutsche Unternehmen haben ihre Ausfuhren im September trotz der weltweiten Konjunkturabkühlung weiter gesteigert. Der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Anton Börner, nannte die Entwicklung erfreulich positiv.

HB WIESBADEN. Die Exporte legten um 6,9 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Die Importe wuchsen um 14,1 Prozent im Jahresvergleich und damit gut doppelt so stark.

Der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Anton Börner, bezeichnete die Entwicklung als erfreulich positiv. Noch sei aber "nicht abzusehen, wie sich die Finanzkrise in allen Konsequenzen auf den deutschen Außenhandel auswirken wird". Angesichts der konjunkturellen Einbrüche bei allen großen Handelspartnern sei damit zu rechnen, "dass der Außenhandel in den kommenden Monaten mit einer Delle konfrontiert wird". Hinzu komme, dass in Folge der Finanzmarktkrise mit einem Anstieg der Finanzierungskosten im Inland zu rechnen sei.

Laut Bundesamt wurden im September Waren im Wert von 87,1 Mrd. Euro ausgeführt. Die Einfuhren beliefen sich auf ein Volumen von 72,2 Mrd. Euro. Gegenüber dem August 2008 stiegen die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 0,7 Prozent, die Einfuhren nahmen um 0,9 Prozent zu.

Exporte in Länder außerhalb der EU wuchsen um 8,2 Prozent auf 31,6 Mrd. Euro. Importe von dort nahmen um 15,9 Prozent auf 26,6 Mrd. Euro zu. Die Ausfuhren in EU-Staaten legten um 6,2 Prozent auf 55,5 Mrd. Euro zu, die Einfuhren um 13,1 Prozent auf 46,6 Mrd. Euro.

Das stärkere Wachstum des Imports lässt allerdings den Außenhandelsüberschuss schrumpfen. Er lag im September noch bei 15,0 Mrd. Euro, nach 18,2 Mrd. Euro im September 2007.

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