Konjunktur
US-Auftragseingänge steigen stark an

Wieder ein Hoffnungszeichen für die amerkianische Wirtschaft: Die Aufträge für langlebige Güter in den USA sind im Juli nach oben geschnellt. Die Firmen sammelten 4,9 Prozent mehr Bestellungen als im Monat zuvor. Auch die Zahl der Hausverkäufe ist gestiegen.
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HB WASHINGTON. Das war der stärkste Anstieg seit Juli 2007. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 3,0 Prozent gerechnet. Verglichen mit dem Vorjahr sank die Nachfrage aber um mehr als ein Viertel. Der Auftragseingang lasse auf eine Belebung der Produktion im Sommer schließen, sagte Helaba-Experte Ralf Umlauf. Sollte sich das auch im August und September so fortsetzen, könnten die Investitionen das Wachstum im dritten Quartal stützen.

Besonders stark nach oben schnellte die Nachfrage nach Flugzeugen; ohne Transport legte der Auftragseingang lediglich um 0,8 Prozent zu und blieb damit leicht hinter den Markterwartungen zurück. Weniger Bestellungen als vor Monatsfrist erhielten die Maschinenbauer.

Die Zahl der Verkäufe neuer Häuser ist im Juli deutlich stärker als erwartet gestiegen. Auf Monatssicht sei die Zahl um 9,6 Prozent auf eine auf das Jahr hochgerechnete Zahl von 433 000 Häuser geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Wert von 390 000 Häusern gerechnet. Der Vormonatswert wurde von zunächst 384 000 auf 395 000 Einheiten nach oben revidiert.

Die stärker als erwartet gestiegene Zahl der Verkäufe neuer Häuser in den USA ist nach Einschätzung der Helaba ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige Bodenbildung am Immobilienmarkt. Positiv zu beurteilen seien nicht nur die gestiegenen Verkaufszahlen, schreibt die Landesbank am Mittwoch in einem Kurzkommentar. Auch die Tatsache, dass sich die Preisentwicklung stabilisiert habe, stimme positiv.

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