Konjunktur
US-Daten lassen für Konjunktur hoffen

Überraschend gut ausgefallene US-Konjunkturdaten haben wieder Hoffnungen aufkommen lassen, dass sich die weltgrößte Volkswirtschaft allmählich stabilisieren könnte. Sowohl die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als auch das Handelsbilanzdefizit fielen besser aus als erwartet.

HB WASHINGTON. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sei von revidiert 674 000 Anträgen in der Vorwoche auf 654 000 zurückgegangen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit 660 000 Erstanträgen gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde unterdessen auf 674 000 (bisher 669 000) nach oben revidiert. Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt sank die Zahl der Erstanträge minimal auf 657 250 von revidiert 658 000 (zuvor: 656 750).

Für einen Silberstreif am Horizont sorgten auch die amerikanischen Exporteure. Sie haben im Februar trotz der weltweiten Wirtschaftskrise ein Umsatzplus geschafft. Die Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen stiegen um 1,6 Prozent auf 126,8 Mrd. Dollar, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Importe sanken dagegen um 5,1 Prozent auf 152,7 Mrd. Dollar.

Dadurch verringerte sich das Defizit in der Handelsbilanz - Exporte minus Importe - auf rund 26 Mrd. Dollar. Das ist das niedrigste Defizit seit November 1999. Die Entwicklung wird an den Märkten mit großer Aufmerksamkeit beobachtet. Weil die USA mehr konsumieren als sie produzieren, muss die Lücke durch massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland geschlossen werden. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung.

Unterdessen stiegen die Importpreise im März zum ersten Mal seit acht Monaten wieder. Sie erhöhten sich um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Grund sind die zuletzt wieder gestiegenen Ölpreise.

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