Konjunktur
US-Handelsbilanzdefizit schrumpft weiter

Das Außenhandelsdefizit der USA ist wegen stark gesunkener Importe im Januar auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2002 geschrumpft. Die Differenz zwischen Exporten und Importen sank um knapp zehn Prozent auf 36 Mrd. Dollar, wie das US-Handelsministerium am Freitag mitteilte.

HB WASHINGTON. Das war bereits der sechste Rückgang in Folge. Über einen so langen Zeitraum hat sich das Defizit noch nie verringert. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Fehlbetrag von 38 Mrd. Dollar gerechnet. Im Dezember waren es 39,9 Mrd. Dollar.

Die Einfuhren gingen allein von Dezember auf Januar um 6,7 Prozent auf 160,94 Mrd. Dollar zurück. Das ist das niedrigste Niveau seit März 2005. Die US-Exporteure verkauften Waren und Dienstleistungen im Wert von 124,91 Mrd. Dollar ins Ausland und damit 5,7 Prozent weniger als im Vormonat.

Das US-Handelsbilanzdefizit wird an den Märkten mit großer Aufmerksamkeit beobachtet. Weil die USA mehr konsumieren als sie produzieren, muss die Lücke durch massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland geschlossen werden. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung.

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