Konjunktur
US-Notenbanker rechnet mit Zinserhöhung

Nach der Zinserhöhung der EZB werden auch in den USA die Rufe nach einer strafferen Geldpolitik lauter. Der Präsident der Federal Reserve von Richmond, Jeffrey Lacker, nährte die Spekulationen um eine Zinserhöhung.
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WashingtonNach der Zinserhöhung der EZB werden auch in den USA die Rufe nach einer strafferen Geldpolitik lauter.

Der Präsident der Federal Reserve von Richmond, Jeffrey Lacker, bekräftigte am Donnerstag seine Ansicht, dass die Konjunkturerholung die US-Notenbank noch in diesem Jahr zu höheren Zinsen zwingen könnte. „Eine Zinserhöhung bis Jahresende ist sicherlich eine Möglichkeit angesichts des Wirtschaftswachstums und der entstandenen Inflationsrisiken.“

Die Gefahren wegen steigender Preise seien im vergangenen halben Jahr gewachsen, und die Fed müsse aufpassen, dass sie nicht noch weiter zunähmen, sagte Lacker. Auch andere Fed-Vertreter aus dem Lager der besonders auf die Teuerung achtenden geldpolitischen „Falken“ hielten zuletzt eine Zinserhöhung 2011 für möglich.

Notenbank-Chef Ben Bernanke hatte dagegen zuletzt angedeutet, dass eine Abkehr von der Nullzinspolitik noch in diesem Jahr eher unwahrscheinlich ist. Die Fed werde zwar die Inflation genau im Auge behalten. Er sehe aber keine Gefahr in Verzug, sagte Bernanke Anfang der Woche.

Die Europäische Zentralbank hatte am Donnerstag im Kampf gegen die Inflation ihren Leitzins von dem seit Mai 2009 geltenden Rekordtief von 1,0 auf 1,25 Prozent angehoben. Neben den USA sind auch noch Großbritannien, Japan und die Schweiz auf Niedrigzinskurs.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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