Konjunktur
USA: Anzeichen für einen Aufschwung

In den USA mehren sich die Anzeichen, dass die wirtschaftliche Talfahrt zu Ende geht. So ist im Juni der Sammelindex der Frühindikatoren deutlich stärker gestiegen als erwartet. Und auch die amerikanische Regierung verbreitet Zuversicht.

HB WASHINGTON. Der Index sei zum Vormonat um 0,7 Prozent geklettert, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Montag in Washington mit. Damit ging es mit dem Index, der die Wirtschaftsaussichten für die nächsten drei bis sechs Monate ins Auge fasst, bereits im dritten Monat hintereinander aufwärts. Experten hatten zuvor mit einem bescheideneren Plus von lediglich 0,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat stieg der Index revidiert um 1,3 Prozent, zunächst waren 1,2 Prozent angegeben.

Getragen werde die positive Entwicklung nach Ansicht des Instituts durch geringere Arbeitsplatzverluste, höhere Aktienwerte sowie einer Verbesserungen im Bausektor. Die Bemühungen der US-Regierung zur Eindämmung der Krise und zur Verbilligung des Geldes zahlten sich aus. "Die Aussichten für die kommenden Monate verbessern sich", meinte ein Finanzexperte in New York. Die Erwartung werde weiter bestätigt, dass die US-Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2009 wieder langsam zu wachsen beginnt. "Die Rezession wird wahrscheinlich Ende des Jahres vorbei sein."

Auch die US-Regierung hat sich zuversichtlich über die Entwicklung der Konjunktur im zweiten Quartal geäußert. Das Bruttoinlandsprodukt werde besser als im ersten Quartal ausfallen, sagte der Haushalts-Direktor des Präsidialamts, Peter Orszag, am Sonntag CNN. Es gebe derzeit einige Zeichen für einen Aufschwung. Allerdings sei der Punkt noch nicht erreicht, wo es wieder anhaltendes Wirtschaftswachstum gebe.

Orszag zufolge muss vor allem an einer Rückführung der Arbeitslosigkeit gearbeitet werden. Das werde einige Zeit dauern. Diesen Fakt wolle er nicht anfechten.

Im ersten Quartal war die US-Wirtschaft bereits nicht so stark eingebrochen wie zunächst erwartet. Von Januar bis März sank das BIP der weltgrößten Volkswirtschaft mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 5,5 Prozent und nicht wie angenommen von 5,7 Prozent. Nach Einschätzung der US-Notenbank Fed wird die Arbeitslosenquote in diesem Jahr in den USA auf zwischen 9,7 und 10,1 Prozent steigen. Noch im April war die Fed davon ausgegangen, dass die Marke von zehn Prozent nicht geknackt wird.

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