Konjunktur
USA: Häusermarkt erholt sich

Der amerikanische Häusermarkt scheint sich zu erholen: Die Baubeginne und Baugenehmigungen in den USA sind im Juni überraschend weiter gestiegen.

HB WASHINGTON. Die Baubeginne und Baugenehmigungen in den USA sind im Juni überraschend weiter gestiegen. Die Baubeginne seien zum Vormonat um 3,6 Prozent auf eine auf das Jahr hochgerechnete Zahl von 582 000 geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Außerdem wurde der Vormonatswert auf 562 000 (zuvor 532 000) nach oben revidiert. Volkswirte hatten zuvor für Juni einen Rückgang auf 490 000 erwartet.

Die Zahl der Baugenehmigungen stieg im Juni den Angaben zufolge um 8,7 Prozent auf annualisiert 563 000. Volkswirte hatten einen Wert von 480 000 erwartet.

Die Ölpreise haben am Freitag nach überraschend guten Konjunkturdaten aus den USA kräftig angezogen. Nach einem über weite Strecken verhaltenen Handel legten die Preise in kurzer Zeit um bis zu zwei Dollar zu. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung 63,63 Dollar und damit 1,61 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur September-Lieferung sprang auf 65,38 Dollar. Das waren 1,63 Dollar mehr als am Donnerstag.

"Auslöser für den Kurssprung waren positiv aufgenommenen Daten vom amerikanischen Häusermarkt", sagte Commerzbank-Experte Eugen Weinberg. So hat der krisengeschüttelte Häusermarkt zuletzt deutliche Anzeichen einer Stabilisierung gezeigt. Im Juni legten sowohl die Baubeginne als auch die Baugenehmigungen deutlich zu, wie Zahlen des Handelsministeriums vom Freitag belegten. "Die Daten waren ein Katalysator für den Ölpreisanstieg", sagte Weinberg.

Dass der Kurssprung so kräftig ausfiel, führte der Experte aber auch auf technische Faktoren zurück. "Viele Anleger haben zuletzt auf fallende Preise spekuliert." Diese Investoren hätten sich angesichts des Preisanstiegs mit Gegenpositionen eindecken müssen, was die Preisbewegung verstärkt habe.

Der Preis für OPEC-Rohöl ist unterdessen weiter gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 62,54 US-Dollar. Das sind 81 Cent mehr als am Mittwoch. Die OPEC berechnet ihren täglichen Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

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