Konjunktur
Verarbeitendes Gewerbe schafft kaum noch Stellen

Das Verarbeitende Gewerbe hat im Januar verglichen mit dem Vorjahr kaum noch Beschäftigung aufgebaut. Insgesamt waren knapp 5,17 Millionen Menschen bei den Firmen beschäftigt, gerade einmal 0,3 Prozent mehr als im Januar 2008, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

HB BERLIN. Verglichen mit dem Vormonat bauten die Firmen sogar knapp 42 000 Stellen ab, das entspricht 0,8 Prozent aller Arbeitsplätze. Ein noch größerer Stellenabbau wurde vermutlich durch den Einsatz von Kurzarbeit und den Abbau von Überstunden verhindert: Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden lag im Januar um fast elf Prozent unter der des Vorjahres. Allerdings hatte der Januar 2009 auch einen Arbeitstag weniger.

Verglichen mit dem Vorjahr beschäftigten die Autohersteller 0,7 Prozent weniger Mitarbeiter, die Gummi- und Kunststoffhersteller bauten 0,8 Prozent der Stellen ab. Ein Plus gab es dagegen bei den Maschinenbauern mit drei Prozent, die Metallfirmen und Elektrik-Ausrüster hatten jeweils 1,5 Prozent mehr Beschäftigte.

Seit April 2008 schwächte sich der Arbeitsplatzaufbau im Verarbeitenden Gewerbe auf Jahressicht kontinuierlich ab, seit Oktober wurden Monat für Monat Stellen gestrichen. Zahlreiche Unternehmen haben wegen des drastischen Einbruchs des Auftragseingangs ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt und befristete Verträge nicht verlängert.

Nun zeichnen sich auch zunehmend betriebsbedingte Kündigungen ab. So will der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck als erstes Großunternehmen in Deutschland ungefähr ein Viertel aller Arbeitsplätze abbauen.

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