Konjunktur
Vertrauenskrise der US-Verbraucher hält an

US-Einzelhändler haben im April überraschend Umsatzeinbußen erlitten. Die Amerikaner kauften vor allem weniger Haushaltsgeräte und andere Elektronik. Experten bezeichneten den Umsatzrückgang als enttäuschend.

HB WASHINGTON. Die Erlöse gingen um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen einen unveränderten Wert erwartet. Ohne Autos gingen die Erlöse sogar mit 0,5 Prozent noch stärker zurück.

Die Amerikaner kauften vor allem weniger Haushaltsgeräte und andere Elektronik: Hier lag das Minus bei 2,8 Prozent, nach einem Einbruch um 7,8 Prozent im März. Auch an den Tankstellen hielten sich die US-Verbraucher zurück: Der Absatz von Kraftstoffen sank um 2,3 Prozent. Autos und Autoteile waren dagegen wieder besser gefragt, die Händler hatten hier 0,2 Prozent mehr in der Kasse.

Experten bezeichneten den Umsatzrückgang als enttäuschend. Das deute darauf hin, dass es im zweiten Quartal noch keine Erholung des privaten Konsums geben dürfte, sagte Ulrich Wortberg von der Helaba. Der Einzelhandelsumsatz gilt als wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung in den USA, da deren Wirtschaftsleistung zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt.

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