Konjunktur
Wachstum bei US-Dienstleistern

Die amerikanischen Dienstleister schöpfen wieder Hoffnung, denn sie haben sich aus der Rezession gelöst. Der entsprechen de Index zeigt zum ersten Mal seit einem Jahr wieder Wachstum an.
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HB NEW YORK. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) stieg auf 50,9 von 48,4 Zählern im August, wie das Institut am Montag mitteilte. Damit zeigt das Barometer erstmals seit August 2008 wieder Wachstum an, der Index stieg sogar auf den höchsten Stand seit Mai 2008. Das Wachstum kehre früher zurück als erwartet, sagte ISM-Experte Anthony Nieves. "Wir müssen aber noch abwarten, ob diese Erholung dauerhaft ist", schränkte Peter Jankovskis von Okabrook Investments ein.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 50,0 Punkte gerechnet - über dieser Schwelle wird Wachstum signalisiert. An den Börsen wurden die Daten zunächst mit Kursgewinnen begrüßt. Der Dax stieg zeitweise über 5500 Punkte. Auch die US-Börsen lagen im Plus. Die US-Dienstleister erhielten deutlich mehr Aufträge als im Vormonat, das entsprechende Barometer stieg auf den höchsten Stand seit Oktober 2007. In der Folge füllten sich die Auftragsbestände weiter. Dennoch halten die US-Dienstleister, die etwa 80 Prozent der gesamten US-Wirtschaft ausmachen, am Stellenabbau fest, wenngleich das Tempo so gering war wie seit August 2008 nicht mehr.

Im September war die Arbeitslosigkeit auf den höchsten Stand seit 1983 gestiegen. Die US-Notenbank Fed befürchtet auch in den kommenden Jahren eine erhöhte Erwerbslosigkeit. Das dürfte den Konsum belasten. Die USA stecken seit Dezember 2007 in der Rezession.

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