Konjunktur: Wirtschaftsforscher korrigieren Prognosen nach oben

Konjunktur
Wirtschaftsforscher korrigieren Prognosen nach oben

Das Vertrauen in Deutschlands Wirtschaftskraft wächst: Das Jahr 2010 wird nach Ansicht führender Ökonomen ein Boomjahr. Nach IfW und HWWI haben auch das RWI und IWH ihre Prognosen deutlich nach oben korrigiert. Zugleich stieg das Land zur wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaft in der Eurozone auf. 2011 aber wird sich die Konjunktur abschwächen.
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HB ESSEN. Das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI hat seine Konjunkturprognose für 2010 erneut angehoben. Wegen des starken zweiten Quartals rechnen die Essener Ökonomen jetzt mit einem Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent. Im März hatte das Institut noch mit 1,4 Prozent und im Juni mit 1,9 Prozent Plus gerechnet. Für 2011 bleibt die Prognose bei 2,2 Prozent stehen. Dennoch erwartet das RWI, damit auf den Höchststand von Anfang 2008 zurückzukehren. Ende kommenden Jahres könne Deutschland wieder das Niveau erreichen, auf dem es sich vor der Rezession befand, sagte Chefökonom Roland Döhrn.

Noch ist es aber aus Sicht des RWI nicht soweit. „Die deutsche Konjunktur befindet sich in einem Aufschwung, allerdings haben bisher weder Produktion noch Auftragseingänge das vor der Finanzkrise beobachtete Niveau erreicht“, betonte Döhrn.

Auch das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) korrigierte seine Zahlen. Die bisherige Prognose für 2010 lag bei 1,8 Prozent. Heute teilten die Ökonomen mit, das Wachstum werde in diesem Jahr 3,5 und 2011 2,0 Prozent betragen. Vor wenigen Tagen hatten bereits das Institut für Weltwirtschaft (IfW) und das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 3,4 Prozent angehoben. Die Bundesregierung erwartet ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um bis zu drei Prozent - die neue Prognose soll im Oktober kommen. Genau drei Prozent hatte die Bundesbank in ihrem Monatsbericht August genannt.

Zum Anstieg in der ersten Jahreshälfte trugen aus Sicht des RWI die stärkere Auslands- und Inlandsnachfrage, hier insbesondere ausgeweitete Anlage- und Bauinvestitionen sowie ein gestiegener Staatsverbrauch, bei. Außerdem hätten viele Unternehmen ihre Lager wieder aufgefüllt. Zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts trugen allerdings auch zahlreiche Sonderfaktoren wie die Konjunkturprogramme bei. Weder die Produktion noch die Auftragseingänge hätten aber bisher das vor der Finanzkrise beobachtete Niveau erreicht. "In den Sommermonaten stagnierte die Industrieproduktion nahezu", sagte Döhrn.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich aus Sicht der Ökonomen weiter verbessern und die Zahl der Arbeitslosen unter drei Mio. sinken. Im laufenden Jahr soll die Quote durchschnittlich 7,7 Prozent erreichen, 2011 nur noch 7,3 Prozent. Die Inflationshöhe wird dieses Jahr bei 1,1 Prozent und 2011 bei 1,5 Prozent erwartet.

"Dass Deutschland die Rezession aus heutiger Perspektive glimpflicher überstanden hat als viele andere Länder, ist auch den Weichenstellungen der Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre zu verdanken", betonte Döhrn. Die Reformen des Arbeitsmarktes dürften wesentlich zu der robusten Beschäftigung beigetragen haben. Auch seien die öffentlichen Haushalte vor der Rezession in einer relativ guten Verfassung gewesen. Die Fehlbeträge aufgrund des Konjunktureinbruchs hätten vergleichsweise wenig zugenommen und hätten nicht das alarmierende Niveau anderer Länder erreicht.

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  • Ein boomjahr.....ich lach mich tot........
    Und es ist noch nicht einmal vorbei - da kann noch einiges passieren.....
    Dumme Propaganda !

  • Sie haben nicht verstanden, worum es geht. Und so regieren sie geradewegs am Sinn des Lebens vorbei. So dumm habe ich sie nicht eingeschätz. Desegen will ich mich bei allen Deutschen entschuldigen. Mein guter Glaube hat sich nicht erfüllt.

    Es tut mir leid.

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