Konjunktur
ZEW-Index verharrt auf Vormonatsniveau

Börsianer sehen die deutsche Wirtschaft kaum im Aufwind. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturentwicklung in den kommenden sechs Monaten verzeichnete ein winziges Plus und liegt nun bei 36,4 Punkten.
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MannheimBörsianer bewerten die Aussichten für die deutsche Wirtschaft im Mai nur minimal besser. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturentwicklung in den kommenden sechs Monaten verzeichnete nur ein winziges Plus und stieg um 0,1 auf 36,4 Punkte. Das teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner Umfrage unter 251 Anlegern und Analysten mit.

„Trotz überwiegend positiver Konjunkturdaten für die deutsche Wirtschaft bewegt sich der ZEW-Index nicht von der Stelle. Ein Grund könnte darin liegen, dass die Konjunkturlage in der Eurozone weiterhin schlecht ist“, sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. „Die Zinssenkung der EZB passt in dieses Bild.“ Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich ebenfalls nur marginal verändert. Der entsprechende Indikator fällt um 0,3 auf 8,9 Punkte. Hier hatten Ökonomen einen Anstieg auf 10,0 Punkte erwartet.

Im April war das ZEW-Barometer um 12,2 auf 36,3 Punkte gefallen. Das sei der erste Rückgang des Barometers nach vier Anstiegen in Folge, teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung damals mit.

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Mai leicht gestiegen. Der entsprechende Indikator gewinnt 2,7 Punkte gegenüber dem Vormonat und liegt nun bei 27,6 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum steht im Mai praktisch unverändert bei minus 76,8 Punkten (minus 0,8 Punkte).

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ja, die Geschäfte brummen. Besonders gut an den Börsen. Echte Arbeit lohnt sich doch
    nicht mehr. Seit vor 2 Wochen die EZB die Zinsen gesenkt hat, steigt der Dax und
    den Investoren ist die Wirtschaft egal. Ich frage mich immer wie es möglich ist solche
    Renditen auszuzahlen, woher kommt das Geld. Am Tag der Zinssenkung musste man
    nur darauf "wetten" das Draghi wie üblich die "Wirtschaft" stützt bzw. den Banken
    das Geld noch billiger zur Verfügung stellt.
    Der Dax steigt seither und die meisten Anleger sind ausländische Investoren, die
    holen sich alle das grosse Geld, das die Börsencomputer programmiert haben.
    Ein Derivat auf den Dax DX63L4 kostete am 03.05. 0,34 Euro man bekommt heute
    dafür 3,34 Euro in nicht einmal 2 Wochen. Geht es nicht nur noch um die
    Banken und die grossen Investoren. Gestern in der ARD hat man gesehen, wie die Leiharbeiter ausgenutzt werden. Und die nächsten Wetten laufen auf die Rettung von Slowenien. Wenn das so weiter geht und die
    Investoren dann ihre 1000% Renditen alle auszahlen lassen wollen, dann kann man
    nur hoffen das genügend Geld vorhanden ist. Auf den Sparbuch bekommt man
    nicht einmal mehr 1 %, damit grosse Spekulanten ihr Geld in ein paar Tagen
    verzehnfachen können. Und das wird meistens nicht einmal versteuert, weil
    sie auf irgendwelchen Inseln ihren Sitz haben.
    Ein Jugendarbeitslosigkeit von fast 60 % in Spanien oder
    Griechenland, alles wird ausgeblendet.

  • Hat meine Sekretärin wieder die Kreuze an der falschen Stelle gemacht. Warum muss ich meinen Mitarbeitern immer erst alles erklären ? Können die nicht selbständig denken, und sehen wie es in Deutschland und in unser Firma brummt ?

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