Konjunkturaussichten
G10-Notenbanker zuversichtlich

Die Präsidenten der zehn wichtigsten Notenbanken der Welt sind zuversichtlich über ein Anhalten der weltweiten Konjunkturerholung, beobachten aber die Inflationsgefahren sehr aufmerksam.

HB BASEL. „Die weltweite Erholung hat sich bestätigt nach einer gewissen Verlangsamung im zweiten Quartal“, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nach dem turnusgemäßen Treffen der Notenbankchefs der zehn wichtigsten Industrie- und Entwicklungsländer (G10) am Montag in Basel. Die hohen Ölpreise rührten von der starken weltweiten Nachfrage her. Die Preise seien derzeit aber „viel höher als normalerweise angemessen“ und ein weiterer Anstieg sei ein Risiko für Wachstum und Preisstabilität. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) rief abermals alle Beteiligten auf, sich für einen niedrigeren, fundamental gerechtfertigten Preis einzusetzen.

Die meisten Indikatoren deuteten auf eine gewisse konjunkturelle Verstärkung im dritten Quartal hin, ergänzte Trichet, derzeit Vorsitzender der Zehnergruppe. Die Notenbanken seien zuversichtlich sowohl über den Aufschwung als auch über die Preisstabilität. Die Inflationserwartungen hielten sich im Rahmen. „Vertrauen in stabile Preise und Wachsamkeit bleiben entscheidend“, verdeutlichte Trichet die Bereitschaft, mit höheren Zinsen rechtzeitig einen übermäßigen Preisanstieg zu verhindern.

Während die US-Notenbank ihre Niedrigzinsphase bereits im Sommer mit zwei Zinserhöhungen beendet hat, wartet die EZB angesichts der langsamen Konjunkturerholung noch eine Weile mit einer geldpolitischen Straffung ab. Der US-Schlüsselzins liegt bei 1,50 %, der EZB-Leitzins bei 2,00 %. Auch die japanische Notenbank bekräftigte zuletzt, angesichts der noch immer herrschenden Deflation noch länger bei ihrer Nullzinspolitik zu bleiben.

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