Konjunkturbarometer US-Verbraucher haben kaum Zuversicht

Die Stimmung US-Konsumenten ist so stark gesunken wie seit sieben Monaten nicht mehr. Eine Verbesserung der eigenen Finanzen erwarten so wenige Menschen wie nie zuvor. Der Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer.
4 Kommentare
Ein Mann auf einer Rolltreppe in einem US-Einkaufszentrum. Quelle: Reuters

Ein Mann auf einer Rolltreppe in einem US-Einkaufszentrum.

(Foto: Reuters)

New YorkDie Stimmung der US-Verbraucher hat sich so stark eingetrübt wie seit sieben Monaten nicht mehr. Der Index für das Verbrauchervertrauen sank im Juli nach vorläufigen Berechnungen auf 72,0 von 73,2 Punkten, teilten Thomson Reuters und die Universität Michigan am Freitag zu ihrer Umfrage mit. Analysten hatten mit einem leichten Anstieg auf 73,4 Zähler gerechnet.

Nur 19 Prozent der befragten Amerikaner erwarten für das nächste Jahr bessere persönliche Finanzen. Das ist der geringste Anteil in der Umfragegeschichte. Die größte Sorge der Verbraucher sei, dass die Löhne kaum stiegen und die Beschäftigung nur wenig anzöge, hieß es.

Der von Anlegern stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung der USA aus.

  • rtr
Startseite

4 Kommentare zu "Konjunkturbarometer: Stimmung der US-Verbraucher trübt sich weiter ein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Anreizmodelle förderm halt das Falsche und belohnen es mit höheren Gewinnen. So ist es viel einfacher, das Geld mit Kaufen und Weiterverkaufen zu verdienen, als mit Rohstoffe kaufen und selbst zu produzieren. Letzteres erfordert viel Wissen, Mühe und lokale Fabriken. All das ist der Wirtschaftselite der USA aber viel zu lästig, da e bechwerlicher ist, so Geld zu verdienen.

    Wenige verdienen so sehr viel, aber haben volkswirtschaftlich gesehen "NICHTS" im Kopf. Banken waten zudem wieder auf "Blasen im Frühstadium", um erneut mit "wenig Geldeinsatz wieder kalkulierbar wachsen zu können". Am Beginn von Blasengeschäften geht es besonders gut.

    Da der Durchschnittsamerikaner aber "normal" sein Geld verdienen muss ... in den USA ... im eigenen Land ... kann er nur feststellen, dass Jobs eruieren, aber viel als "Nicht-made-in-USA" kaufbar ist. Womit soll der US-Bürger, dann seinen Konsum bezahlen, wenn er keine Tätigkeit hat bzw. sich in verbliebenen Low-Tech-Dienstleistungsjobs verdingen muss.

    Der normale US-Bürger ist halt nicht ein Gewinner dieser neuen US-Wirtschaftsausrichtung, sondern der Verlierer. Ganz natürlich ist es, dass man dann nicht in eine Konsumlaune verfallen kann.

  • Wie verwunderlich:

    http://www.fr-online.de/wirtschaft/interview--42-millionen-us-amerikaner-brauchen-essensmarken-,1472780,4828844.html

    Der Finanzkapitalismus ist ein dummer Parasit. Er tötet den Wirt.

  • Die Menschen haben sich schon an die Negativschlagzeilen gewöhnt, deshalb wird jeder Strohhalm gefeiert bis zum Kater... Und der kommt bestimmt.
    Der Dow Jones bäumt sich nochmals kurzfristig auf (Short Squeeze) bevor der richtige Absturz kommt. Und dann shorten...Zurücklehnen und die Show geniessen :)

  • Wen interessierts? Die Amis jedenfalls nicht - siehe Dow Jones. Momentan werden im "ignore mode" die schlechten News ausgeblendet und jeder Strohhalm zum Kaufen genutzt. Das hatten wir alles schon mal als 2008 die Subprime Krise über 6 Monate bekannt war...das Ende kennen Sie ja.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%