Konjunkturbericht „Beige Book“
Fed sieht US-Wirtschaft weiter schwächeln

Die US-Wirtschaftslage hat sich nach Einschätzung der US-Notenbank in den vergangenen Wochen nicht verbessert. Das wirtschaftliche Umfeld für Unternehmen bleibt insgesamt schwach. Gute Nachrichten gibt es dennoch, auch wenn sich nicht zum Heilsbringer taugen.

HB WASHINGTON. Die US-Wirtschaftslage hat sich nach Einschätzung der Notenbank Federal Reserve in den vergangenen Wochen nicht verbessert. Immerhin sehen die Währungshüter in ihrem jüngsten Konjunkturbericht Anzeichen für eine Abschwächung des Inflationsdrucks. Die US-Aktienmärkte reagierten jedoch kaum auf den Bericht.

"Das Tempo der wirtschaftlichen Aktivität war in den meisten Regionen langsam", hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten "Beige Book". Die US-Verbraucher hielten ihr Geld zusammen und kauften nur das Nötigste. Das wirtschaftliche Umfeld für Unternehmen sei insgesamt schwach. Einige Branchen hätten jedoch durch gestiegene Exporte einen Impuls erhalten, hieß es in dem Bericht weiter.

Die Notenbanker stellten fest, dass die gestiegenen Preise für Energie, Rohstoffe und Lebensmittel weiter für Inflationsdruck sorgen. Vielerorts habe sich diese Entwicklung jedoch zuletzt etwas verlangsamt. Viele Firmen hätten zwar angesichts des Kostendrucks bereits ihre Verkaufspreise erhöht. Angesichts des schwächeren Arbeitsmarktes sei der Aufwärtstrend bei den Löhnen jedoch moderat.

Die US-Wirtschaft leidet derzeit unter den Folgen der Immobilienkrise. Ein Konjunkturprogramm der Regierung verhalf ihr zwar im Frühlingsquartal zu einem unerwartet lebhaften Wachstum, die meisten Experten rechnen jedoch im zweiten Halbjahr mit einer weiteren Abkühlung der Konjunktur.

Die Fed wird das nächste Mal Mitte September über das Zinsniveau beraten, eine Zinsänderung bei der Sitzung gilt jedoch fast als ausgeschlossen. Die US-Wirtschaftsflaute spricht zwar für eine Zinssenkung. Die Währungshüter um Notenbankchef Ben Bernanke sorgen sich jedoch um die relativ hohe Inflation, die niedrigere Zinsen weiter anheizen könnten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%