Konjunkturdaten
Hinweise auf schwächeres US-Wachstum

Aktuelle Konjunkturdaten aus den USA haben am Freitag das Bild einer sich deutlich abschwächenden Wachstumsdynamik der größten Volkswirtschaft der Welt bestätigt. Der Index der Frühindikatoren und der Philadelphia-Fed-Index sanken stärker als erwartet.

HB FRANKFURT. Der Index der Frühindikatoren für die Entwicklung der US-Wirtschaft ist im November um 0,4 Prozent gefallen und damit um 0,1 Prozentpunkte mehr als von Volkswirten erwartet. Der Rückgang vom Vormonat wurde mit 0,5 Prozent bestätigt. Zudem erreichte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Vierwochendurchschnitt den höchsten Wert seit über zwei Jahren. Allerdings stieg der Chicago-Fed-National-Activity deutlich von minus 0,89 auf auf minus 0,27.

„Die Daten deuten auf ein schwaches Wirtschaftswachstum in diesem Winter hin“, sagte Conference-Board-Volkswirt Ken Goldstein. Der Index der Frühindikatoren ist in drei der vergangenen vier Monate gesunken. Als Faustregel gilt, dass drei aufeinander folgende Rückgänge des Index der Frühindikatoren eine Rezession innerhalb der nächsten zwölf Monate andeuten. UBS verwies allerdings darauf, dass dieser Index zwar seit zwei Jahren eine Wachstumsabschwächung signalisiere, der Rückgang aber bisher kein Ausmaß angenommen habe, das eine Rezession erwarten lasse.

Der von der Federal Reserve Bank of Philadelphia berechnete Diffusionsindex für die allgemeine Wirtschaftstätigkeit in der Region ist im Dezember überraschend auf minus 5,7 Punkte gesunken. Negative Werte deuten auf eine verminderte Geschäftstätigkeit. Volkswirte hatten einen Indexstand von plus 7,5 erwartet, nachdem der Index im Vormonat bei plus 8,2 gelegen hatte. Allerdings stieg der wichtige Subindex der Auftragseingänge um 3,5 auf 10,7 Punkte.

Zugleich steht fest, dass die US-Wirtschaft ihr Wachstumstempo im abgelaufenen dritten Quartal deutlich erhöht hat. Wie das US-Handelsministerium in dritter Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um annualisiert 4,9 Prozent, was die höchste Wachstumsrate seit vier Jahren war. Damit wurde der zweite BIP-Ausweis bestätigt. Im zweiten Quartal war das BIP um 3,8 Prozent gestiegen.

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