Konjunkturdaten
US-Arbeitsmarkt „wesentlich schlechter“

„Wesentlich schlechter“ als erwartet sind die US-Arbeitsmarktdaten hereingekommen. „Mit minus 63 000 hat kaum jemand gerechnet“, sagt ein Händler.

HB WASHINGTON. Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Februar infolge der Wirtschaftsflaute den zweiten Monat in Folge schwach präsentiert. Die Zahl der Beschäftigten sank um 63 000 im Vergleich zum Vormonat, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Bereits im Januar hatte die größte Volkswirtschaft der Welt 22 000 Arbeitsplätze eingebüßt.

US-Medien zufolge war der Verlust im Februar der stärkste seit fünf Jahren. Ökonomen hatten eigentlich mit einem Plus von etwa 25 000 Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote fiel unterdessen leicht auf 4,8 Prozent (Januar 4,9 Prozent). Grund sei ein insgesamt geschrumpftes Angebot an Arbeitskräften, weil sich eine Reihe Menschen ohne Job nicht mehr nach einer Stelle umschauten, berichtete die Wirtschaftsagentur Bloomberg.

Wirtschaftsfachleute werteten die jüngsten Daten als ein deutliches Indiz, dass sich die USA kurz vor oder bereits in einer Rezession befinden. Unterdessen nahmen Spekulationen zu, die US-Notenbank könnte auf ihrer nächsten Sitzung am 18. März den Leitzins angesichts der sich eintrübenden Konjunktur stärker als um die erwarteten 0,5 Prozentpunkte zurücknehmen. Nach zwei kräftigen Einschnitten im Januar steht der Zins derzeit bei 3 Prozent.

Deutliche Jobverluste gab es im Februar den Ministeriumsangaben zufolge abermals im verarbeitenden Gewerbe und wegen der Immobilienkrise im Bausektor, aber auch im Einzelhandel. Dagegen kamen neue Stellen im Gesundheitswesen und in der Nahrungsmittelindustrie hinzu.

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