Konjunkturdaten
US-Verbaucherpreise steigen langsamer als erwartet

Die Verbraucherpreise in den USA sind im Juli nur mäßig gestiegen. Insgesamt entsprach die Entwicklung den Erwartungen. Die Zahl der Häuserverkäufe ist in den USA jedoch zurückgegangen.

HB WASHINGTON. Wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte, legten die Lebenshaltungskosten wie erwartet um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Im Juni hatte der Preisanstieg 0,2 Prozent betragen. Für die um die häufig volatilen Bestandteile Energie und Nahrungsmittel bereinigte Kernrate wurde für Juli eine Zunahme um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gemeldet. Auch diese Entwicklung entsprach den Erwartungen. Im Juni waren die Kernpreise ebenfalls um 0,2 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise in der Gesamtrate den Angaben zufolge um 2,4 Prozent. In der Kernrate ergab sich eine Zunahme um 2,2 Prozent. Im Vormonat war ein Plus von 2,7 Prozent in der Gesamt- und 2,2 Prozent in der Kernrate gemeldet worden

Im zweiten Quartal dieses Jahres ist außerdem die Zahl der Häuserverkäufe in 41 der US-Staaten zurückgegangen. Obendrein fielen in einem Drittel der untersuchten Ballungsgebiete die Preise für Wohnimmobilien, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors am Mittwoch in Washington erklärte. Die Makler sehen jedoch auch Grund zur Hoffnung. Sie verwiesen darauf, dass in 97 der 149 Ballungsräume die Häuserpreise im Vergleich zum Vorjahr gestiegen seien. Das entspreche Preissteigerungen in 65 Prozent der Gebiete. Im ersten Quartal seien es dagegen nur 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewesen.

Weitere Konjunkturdaten veröffentliche die New Yorker Fed. Demnach ist die Industrietätigkeit im Großraum New York im August nur leicht zurückgegangen. Der von der Federal Reserve Bank von New York ermittelte Index für das Verarbeitende Gewerbe fiel auf plus 25,06 Zähler von 26,46 Punkten im Vormonat, wie die New Yorker Fed am Mittwoch mitteilte. Befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 18,50 Zähler gerechnet. Die Daten der New Yorker Fed gelten als ein vergleichsweise zuverlässiger und frühzeitiger Indikator für die landesweite Entwicklung der Industrie zu Beginn eines Monats.

Die US-Notenbank hat zudem dem Geldmarkt der USA erneut eine Liquiditätsspritze gegeben. Dem Geldmarkt seien sieben Milliarden Dollar zugeteilt worden, teilte die US-Notenbank am Mittwoch in Washington mit. Bereits am Freitag und Montag hatten die Währungshüter die Märkte mit zusätzlicher Liquidität in Höhe von insgesamt rund 40 Milliarden Dollar versorgt.

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