Konjunkturdaten
US-Wirtschaft brummt

Überraschend starke Konjunkturdaten kommen aus den USA: Das Wachstum der Industrie im Großraum New York hat sich Anfang Juni stärker beschleunigt als erwartet. Damit steigt ein wichtiger Indikator. Das Defizit der US-Leistungsbilanz hingegen stieg weniger stark als erwartet.

HB NEW YORK/WASHINGTON. Der von der Federal Reserve Bank (Fed) von New York ermittelte Index für das Verarbeitende Gewerbe kletterte auf plus 25,75 Zähler von 8,03 Punkten im Vormonat, wie die New Yorker Fed am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 10,80 Zähler gerechnet. Die Daten der New Yorker Fed gelten als ein vergleichsweise zuverlässiger und frühzeitiger Indikator für die landesweite Entwicklung der Industrie zu Beginn eines Monats.

Das Defizit in der US-Leistungsbilanz hat sich im ersten Quartal 2007 ausgeweitet. Der Fehlbetrag stieg auf 192,6 Milliarden Dollar von revidiert 187,9 Milliarden Dollar im letzten Vierteljahr 2006, wie das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer Ausweitung des Defizits auf 201 Milliarden Dollar gerechnet. Das Ministerium revidierte auch das Defizit für das Gesamtjahr 2006 kräftig auf 811,5 Milliarden Dollar nach unten. Grund hierfür waren neue Berechnungsmethoden und weitere Datenergänzungen.

Das US-Leistungsbilanzdefizit gilt als eines der größten Risiken für die Weltwirtschaft, da die USA zur Finanzierung des in den vergangenen Jahren stetig gewachsenen Fehlbetrags immer mehr ausländisches Kapital benötigen. Bleibt dieses aus, droht eine massive Abwertung des Dollars.

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