Konjunkturerwartung
ZEW-Barometer steigt stark an

Börsenprofis haben erstmals seit einem halben Jahr ihre Konjunkturerwartungen für Deutschland nach oben geschraubt. Die ZEW-Barometer für die Aussichten in den kommenden sechs Monaten stieg im November unerwartet deutlich auf plus 1,8 Punkte von minus 7,2 Zählern im Vormonat.
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HB MANNHEIM. Das war der erste Anstieg nach zuvor sechs Rückgängen in Folge, teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner Umfrage unter rund 300 professionellen Anlegern und Analysten mit. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem minimalen Anstieg auf minus 7,0 Zähler gerechnet. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem minimalen Anstieg auf minus 7,0 Zähler gerechnet. Trotz der Besserung ist das Barometer noch weit von seinem langfristischen Durchschnittswert von 26,9 Punkten entfernt.

Die Lage beurteilten die Experten ebenfalls spürbar besser. Dieses Barometer stieg um 8,9 auf 81,5 Punkte. "Die aktuelle Lage der deutschen Wirtschaft ist in der Tat außerordentlich erfreulich", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. "Gleichwohl werden im nächsten Jahr konjunkturell gesehen die Bäume nicht in den Himmel wachsen." Für 2011 erwartet der von Franz geleitete Sachverständigenrat nur noch ein Plus von 2,2 Prozent, während für dieses Jahr von 3,7 Prozent ausgegangen wird.

Analyst Philipp Jäger von der DZ Bank sagte: "Es zeigt sich mehr und mehr, dass sich die gute Konjunktur in Deutschland über längere Zeit fortsetzen dürfte. Wir sind auf einem sehr guten Weg. Dennoch dürfte die Konjunkturdynamik 2011 und 2012 schwächer ausfallen als 2010. Allerdings sind diverse Effekte der Irland-Krise, die sich in den vergangenen Tagen zugespitzt hat, in den Daten noch nicht verarbeitet."

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  • Was soll man dazu sagen! Einfach enorm. Dann werden die Löhne und Renten bestimmt so angehoben, dass wir von höheren Krankenkassen- und Pflegerversicherunsbeiträgen nichts merken und alle mehr NETTO von weniger bRUTTO haben werden.

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