Konjunkturprognose
DIW: Wirtschaft verliert an Schwung

Der Aufschwung ist dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge ins Stocken geraten. Das Wachstum in Deutschland habe sich im Sommer im Vergleich zum Frühjahr nahezu halbiert. Grund zur Sorge bestehe jedoch nicht.

HB BERLIN. Das Bruttoinlandsprodukt steigt von Juli bis September voraussichtlich um 0,5 Prozent zum Vorquartal nach 0,9 Prozent von April bis Juni, prognostizierte das DIW am Montag. Die deutlich geringere Wachstumsrate deute aber nicht auf eine Abschwächung der konjunkturellen Grundtendenz hin.

„Vielmehr ist es so, dass die witterungsbedingten Nachholeffekte in der Bauwirtschaft, die die konjunkturelle Bewegung im zweiten Quartal überzeichnet hatten, nunmehr als Wachstumstreiber ausfallen.“ Wegen des ungewöhnlich langen und strengen Winters waren zu Jahresbeginn viele Bauarbeiten liegen geblieben und wurden im Frühjahr nachgearbeitet.

Auch der WM-Effekt falle als Wachstumstreiber aus, von dem insbesondere Handel und Gaststättengewerbe profitiert hatten. Alle anderen Dienstleistungssektoren dürften in etwa im volkswirtschaftlichen Durchschnitt zulegen. Das Wachstum im Produzierenden Gewerbe ohne Bau werde dagegen nochmals leicht auf 1,4 Prozent anziehen, erwartet das DIW.

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