Konjunkturprognose nach oben korrigiert
IWH stellt höheres Wachstum in Aussicht

Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 Prozent in Deutschland.

HB BERLIN. Der boomende Export wird nach Ansicht der IWH-Forscher das Wachstum in diesem Jahr nach oben treiben. Um 1,8 Prozent werde sich die Wirtschaftsleistung damit erhöhen, hieß es in der neuesten IWH-Prognose. In ihrem Frühjahrsgutachten von Ende April hatten die sechs führenden Forschungsinstitute noch ein Wachstum von 1,5 Prozent vorhergesagt. Im Gegensatz zu den USA und Asien sei der Aufschwung in der Euro-Zone noch nicht angekommen: „Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt bedrückend, und Investoren wie Konsumenten geben ihre Zurückhaltung nur langsam auf.“

Die Exporte werden der IWH-Prognose zufolge 2004 um knapp zehn Prozent und 2005 um fast sieben Prozent zulegen. Nur gemächlich steigen werden dagegen die privaten Konsumausgaben: 0,4 Prozent in diesem und 1,1 Prozent im kommenden Jahr. „Die privaten Haushalte sparen lieber, solange die Erholung am Arbeitsmarkt vorbeigeht“, schreiben die Forscher.

Auf dem Arbeitsmarkt wird sich die Beschleunigung des Wachstums dem IWH zufolge ebenfalls nur zögerlich bemerkbar machen. Das Institut rechnet im kommenden Jahr mit einem Rückgang der Zahl der Arbeitslosen um lediglich 65 000 auf 4,27 Millionen. Allerdings werde die Arbeitslosenquote nur im Westen Deutschlands sinken, während sie im Osten gleich bleiben sollte. Per saldo entstünden gut 200 000 neue Arbeitsplätze.

„Auch bei der in dieser Prognose erwarteten konjunkturellen Beschleunigung zeichnet sich für dieses und das nächste Jahr noch kein Durchbruch zu mehr Wachstum und Beschäftigung ab“, erklärt das IWH. Zwar setze die Agenda 2010 an den richtigen Stellen an, die Maßnahmen gingen aber nicht weit genug.

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