Konjunkturprognose
Wirtschaftweise stellen sich gegen den Trend

Entgegen vieler aktueller Ansichten senkten die Wirtschaftsweisen ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr. Der Sachverständigenrat ist nicht der Meinung, dass sich Deutschland vom Euroraum abkoppeln kann.
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WiesbadenDie Wirtschaftsweisen haben ihre Konjunkturprognose für 2012 gesenkt. Der Sachverständigenrat geht nach Mitteilung vom Donnerstag für die deutsche Wirtschaft nur noch von 0,8 Prozent Wachstum aus. Im Herbst hatte das Gremium aus fünf Ökonomen noch einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 0,9 Prozent in diesem Jahr für möglich gehalten, damals aber schon auf Unsicherheiten in der Prognose hingewiesen.

Nun teilte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit: Deutschland könne sich nicht von den Auswirkungen der andauernden Schuldenkrise im Euroraum abkoppeln.

„Nach wie vor dürften positive Wachstumsbeiträge im Jahr 2012 ausschließlich aus dem Inland kommen - vor allem von der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bei insgesamt verhaltener Investitionstätigkeit. Vom Außenhandel sind dagegen aufgrund der Situation im Euro-Raum und der sich eintrübenden Weltwirtschaft in diesem Jahr keine positiven Impulse zu erwarten.“ Insgesamt seien „die Risiken für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland weiterhin groß“, obwohl durch die jüngste Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) zumindest „eine gewisse Beruhigung der Situation eingetreten“ sei.

Mit der Absenkung der Prognose handeln die Wirtschaftsweisen auf den ersten Blick gegen den Trend: Etliche Wirtschaftsforscher äußerten sich zuletzt optimistischer über die Konjunkturaussichten für 2012. Allerdings waren ihre ursprünglichen Prognosen zum Teil auch deutlich düsterer als die der Wirtschaftsweisen.

Mit seiner angepassten Prognose ist der Sachverständigenrat immer noch deutlich optimistischer als beispielsweise die Bundesbank, die für 2012 ein Wachstum von 0,6 Prozent erwartet. Die Bundesregierung rechnet mit 0,7 Prozent.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Was sagt noch mal Volker Pispers?
    80 Versuche und keinen Treffer.
    Irgendwann gibt man doch mal auf.

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