Konjunkturprognose
ZEW-Index: Hoher Ölpreis belastet

Die Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren dürften sich im Juni trotz starker aktueller Wirtschaftsdaten weiter eingetrübt haben.

HB FRANKFURT. Von Dow Jones Newswires befragte Bankvolkswirte gehen davon aus, dass der entsprechende Deutschland-Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) auf 45,0 Punkte von 50,0 im Mai gefallen ist. Dies wäre der fünfte Rückgang der ZEW-Erwartungen in Folge, nachdem der Index im Januar ein Hoch bei 71,0 Zählern erreicht hatte. Das Mannheimer ZEW wird sein Konjunkturbarometer am Dienstag (11.00 Uhr) präsentieren.

Die Volkswirte von CreditSuisse (Prognose: 40,0) sehen die anhaltende Korrektur der mittelfristigen Wirtschaftserwartungen durch ein ganzes Bündel von Entwicklungen bestimmt. So gebe es einerseits Fragezeichen hinsichtlich der Stärke der Weltwirtschaft, zudem bestünden Sorgen wegen der steigenden Inflation und auch die jüngsten Kursverluste an den Aktienmärkten sollten den ZEW-Index belasten, heißt es seitens dieser Experten. Allerdings merken die Ökonomen von CreditSuisse an, dass ein abermaliger Rückgang des Index nicht überbewertet werden sollte.

Citigroup (Prognose: 41,0) verweist zudem auf Aufwertung des Euro, wenngleich es hier zuletzt zu einer durchaus kräftigen Gegenbewegung gekommen ist. Darüber hinaus dürfte aber auch der hohe Ölpreis weiterhin die Erwartungen der befragten Finanzanalysten belasten, merken die Volkswirte der Bank an. Sie gehen außerdem davon aus, dass der Index zur Beurteilung der gegenwärtigen Wirtschaftslage ebenfalls fallen wird (auf 2,0 Punkte), nachdem er im Mai mit 8, 7 Punkten den höchsten Stand seit Frühjahr 2001 erreicht hatte.

Die Volkswirte von BNP Paribas haben auch die Umfrageergebnisse für den Euroraum im Blick. Sie erwarten dabei, dass die entsprechenden ZEW-Erwartungen auf 45,0 Punkte von zuletzt 47,7 nachgeben werden, während bei der Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage noch einmal ein Indexplus auf 21,0 Punkte (von 18, 3) vorhergesagt wird.

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