Konsum zieht an
US-Wirtschaft wächst um 2,0 Prozent

Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal stärker gewachsen als erwartet. Doch für Präsident Obama sind diese zwei Prozentpunkte zu wenig – die Arbeitslosigkeit sinke nur bei dauerhaft höherem Wachstum, sagen Experten.
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WashingtonDie US-Wirtschaft hat im dritten Quartal wegen anziehender Konsumausgaben an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Juli und September mit einer Jahresrate von 2,0 Prozent zu, teilte das Handelsministerium am Freitag in Washington mit.

Sinkende Exporte und Investitionen verhinderten ein besseres Ergebnis. Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt ein Plus von 1,9 Prozent erwartet. Im zweiten Quartal hatte es ein Wachstum von 1,3 Prozent gegeben, zu Jahresbeginn von 2,0 Prozent.

Das höhere Tempo dürfte dem um seine Wiederwahl kämpfenden Präsidenten Barack Obama kaum Rückenwind geben. Denn Experten halten ein Wachstum von mindestens 2,5 Prozent über mehrere Quartale hinweg für notwendig, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu drücken. Derzeit sind 23 Millionen Amerikaner ohne Job oder würden gern mehr arbeiten. Das sind etwa 4,5 Millionen mehr als vor Beginn der Rezessionsjahre 2007 bis 2009.

Beflügelt wurde die Wirtschaft im Sommer vor allem vom privaten Konsum, der 70 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmacht. Er legte um 2,0 Prozent zu, nach 1,5 Prozent im Vorquartal. Leichte Lohnerhöhungen sowie gestiegene Vermögenspreise - vor allem Aktien und Immobilien - verbesserten die Kauflaune. Hohe Benzinpreise und die ab 2013 drohenden Steuererhöhungen für Familien verhinderten aber einen noch stärkeren Konsum. Die Staatsausgaben legten um 3,7 Prozent und damit zum ersten Mal seit zwei Jahren zu - vor allem wegen höherer Rüstungsausgaben.

Die Unternehmen traten dagegen wegen der ungewissen Konjunkturaussichten auf die Bremse und investierten 1,3 Prozent weniger. Das war der erste Rückgang seit Jahresbeginn 2011. Ein Grund für die Zurückhaltung ist das schleppende Auslandsgeschäft.

Die Exporte fielen wegen der Schuldenkrise in Europa und der Konjunkturdelle in China um 1,6 Prozent. Im Frühjahr waren sie noch um 5,3 Prozent gewachsen. Die Investitionen im Wohnungsbau kurbelten dagegen die Wirtschaft an: Sie legten wegen rekordniedriger Zinsen um 14,4 Prozent zu.

"Das sind ziemlich gute Zahlen", sagte Analyst Adam Sarhan von Sarhan Capital. Es sehe nun besser aus für die amerikanische und damit auch für die globale Wirtschaft. Yelena Shulyatyeva von BNP Paribas verwies auf die positiven Daten vom Privatkonsum, aber auch auf die steigenden Staatsausgaben. Dennoch gab sie sich zurückhaltend. "Zwei Prozent Wachstum liegen immer noch unter dem Potenzial."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • und Ihr lebt Alle, schon seit Jahren, in der USA.

  • ".... um auch noch die letzten Vollpfosten ins Abzocke-Casino zu locken." Und es klappt! Unbeschreibliche Dummheit allenthalben!

  • "....wenn ein ausgeglichener Haushalt zur Pflicht wird."
    Wie, was, wo?
    Wer soll das denn kontrollieren, geschweige denn sanktionieren? Die Politik Kasper? Die sind weder intellektuell dazu in der lage, noch Willens, irgendetwas eiknzuhalten, was sie selbst gefordert und beschlossen haben!
    Wie verblendet muss doch ein Mensch, sein, soetwas ueberhaupt fuer moeglich zu halten. Hofft nur weiter!

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