Konsumausgaben stagnieren
Amerikaner lassen US-Wirtschaft hängen

Zu den miesen Nachrichten vom US-Jobmarkt gesellen sich nun schlechte Daten von der Verbraucherfront: Die Amerikaner geben kaum noch Geld aus. Das verheißt nichts Gutes - im Gegensatz zur Stimmung der US-Einkaufsmanager.
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WashingtonDie Konsumausgaben in den USA sind im August nur leicht gestiegen. Die Daten dürften Hoffnungen dämpfen, dass die weltgrößte Volkswirtschaft konjunkturell bald wieder auf die Beine kommt. Die Amerikaner gaben im August wie von Experten erwartet 0,2 Prozent mehr aus als im Vormonat, nachdem der Konsum im Juli um revidiert 0,7 Prozent gestiegen war, wie das Handelsministerium mitteilte. Die erstmals seit Oktober 2009 gesunkenen Einkommen erwiesen sich als Konsumbremse: Der überraschende Rückgang fiel mit 0,1 Prozent aber denkbar knapp aus.

Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus. Der private Verbrauch hatte sich im zweiten Quartal etwas besser als erwartet entwickelt und mit zu dem aufs Jahr hochgerechneten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent beigetragen.

Zu Jahresbeginn war die Wirtschaft nur um annualisiert 0,4 Prozent gewachsen. Die Stimmung der US-Einkaufsmanager in der Region Chicago hellte sich hingegen im September deutlich auf. Der entsprechende Index sei von 56,5 Punkten im Vormonat auf 60,4 Punkte geklettert, teilte die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag mit. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 55,0 Punkte vorausgesagt. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.

US-Notenbankchef Ben Bernanke rechnet jedoch nicht mit einem kräftigen Aufschwung und sieht die Wirtschaft weiterhin in schwierigem Fahrwasser. Insbesondere die hohe Arbeitslosigkeit macht der weltgrößten Volkswirtschaft zu schaffen.

Bernanke bezeichnete die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit gar als „nationale Krise“. Seit April 2009 seien über neun Prozent der Amerikaner ohne Job. Etwa 45 Prozent der Arbeitslosen hätten länger als ein halbes Jahr keine Stelle. „Das ist ohne Beispiel“.

Zugleich räumte er ein, dass Geldpolitik allein „kein Allheilmittel“ im Kampf gegen die Krise sei, wie die Wirtschaftsagentur Bloomberg berichtet. Auch die Politik könne einiges beitragen. Nützlich seien sicher Maßnahmen zur „Erholung des Immobilienmarktes“, meinte der Fed-Chef.

Agentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Man kann Schulden nicht mit noch mehr Schulden bezahlen. Und bei einer so hohen Verschuldung wie in den USA oder auch bei uns oder in Griechenland ist an Rückzahlung der Schulden gar nicht zu denken. Es wird einen Währungsschnitt geben. Je schneller, desto besser!- Banken, die auf unsere Kosten alles verzocken, sollte man gnadenlos hängen lassen!

  • der verschuldete Verbraucher macht das, was jeden Schuldnerberater erfreuen würde: er spart

    wenn es stattdessen 280 Millionen überschuldete Verbraucher sind, soll auf einmal das Gegenteil richtig sein ?

    Erkläre mir einer die Logik.

    Das zukünftige Einkommen, das man in der USA in der Vergangenheit schon verprasst hat, kann man halt nur einmal ausgeben.

    Wenns anders geht, sagt mir Bescheid, dann gehe ich ab morgen einkaufen mit meinem Gehalt von 2012

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