Konsumenten trotzen schlechten Nachrichten: Verbraucher werden immer zuversichtlicher

Konsumenten trotzen schlechten Nachrichten
Verbraucher werden immer zuversichtlicher

Trotz einer Reihe von schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft hat sich die Stimmung der deutschen Verbraucher weiter verbessert. Die Bürger bewerteten in der Umfrage der GfK zwar die Konjunktur und ihre zukünftige Finanzlage wieder etwas skeptischer, planten aber etwas mehr größere Anschaffungen.

HB BERLIN. „Die deutschen Verbraucher reagieren offensichtlich nicht mehr so empfindlich auf negative Wirtschaftsmeldungen“, erklärte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zu ihrer am Freitag veröffentlichten Februar-Umfrage unter 2000 Personen. Das daraus abgeleitete GfK-Konsumklima für März kletterte auf 4,8 Punkte von 4,2 Zählern im Vormonat. GfK-Chef Klaus Wübbenhorst warnte trotz der stabileren Stimmung im Reuters-Interview vor zu hohen Erwartungen beim Konsum. Gleichzeitig lehnte er neue Konsumspritzen von Seiten der Politik ab: „Konjunkturprogramme selber kurieren nur an Symptomen.“

Volkswirte werteten den unerwartet kräftigen Anstieg des Konsumklimas als Hoffnungszeichen für die lange ersehnte Rückkehr der Konsumfreude. „Offensichtlich ist auch nach drei Jahren Abstinenz wieder die Begeisterungsfähigkeit für den Konsum gestiegen“, sagte Thomas Hueck von der HypoVereinsbank. In diesem Jahr werden die Verbraucher aber nach Ansicht der Experten noch nicht zur großen Stütze der Konjunktur.

Auch wenn die Bürger von Rekordarbeitslosigkeit, sinkender Wirtschaftsleistung zum Ende 2004 oder spektakulären Pleiten nicht ganz unbeeindruckt blieben, zeigte sich die Verbraucherstimmung der GfK zufolge überraschend stabil. So stieg die Bereitschaft zum Kauf von Produkten wie Möbel oder Haushaltsgeräten erneut. Die Anschaffungsneigung kletterte um 2,2 Zähler auf minus 12,2 Punkte. Die Verbraucher wollen der GfK zufolge auch weniger sparen als bisher.

Spuren hinterließen die schlechten Wirtschaftsdaten bei den Konjunkturerwartungen der Verbraucher, die um 7,1 auf minus 13 Punkte abrutschten. „Den deutschen Konsumenten fehlt es immer noch am rechten Glauben, dass Deutschland aus der konjunkturellen Talsohle heraus ist“, erklärte die GfK. Den Rückgang der Einkommenserwartungen um 6,7 Zähler auf den langjährigen Durchschnitt von Null Punkten erklärte die GfK mit dem Anstieg der Arbeitslosenzahl auf über fünf Millionen.

Seite 1:

Verbraucher werden immer zuversichtlicher

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%