Konsumklima
Stimmung der US-Verbraucher hellt sich auf

Die amerikanischen Verbraucher kommen trotz der Wirtschaftskrise offenbar langsam wieder in Kauflaune. Das Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung hat sich im April deutlicher als erwartet gebessert. Auch in Japan bessert sich die Stimmung. Dennoch: Von einer Wende ist die Weltkonjunktur weit entfernt.

HB MICHIGAN. In den USA ist der entsprechende Index nach vorläufigen Daten von 57,3 Punkten im Vormonat auf 61,9 Zähler geklettert, teilte die Uni Michigan am Freitag mit. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 58,5 Punkten gerechnet.

Der Index der Universität Michigan gilt als Stimmungsbarometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Der private Konsum wird wegen der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise derzeit besonders stark beachtet. In den vergangenen Jahren war der Konsum die wichtigste Konjunkturstütze der weltweit größten Volkswirtschaft.

An den amerikanischen Börsen sorgten die besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten für etwas Auftrieb. Wenig Begeisterung lösten allerdings die kurz vor dem Wochenende vorgelegten Unternehmenszahlen aus.

Auch das japanische Verbrauchervertrauen hellte sich im März etwas auf. Der entsprechende Indikator sei von 26,7 Punkten im Vormonat auf 28,9 Punkte gestiegen, teilte die japanische Regierung am Freitag in Tokio mit. Im Vergleich zum Rekordtief im Dezember von saisonbereinigt 26,9 Punkten ergab sich auf bereinigter Basis für März eine Erholung auf 28,4 Punkte. Im Dezember war der tiefste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1982 erreicht worden. Trotz der jüngsten Verbesserung notiert der Indikator nach wie vor deutlich unter dem Schwellenwert von 50 Punkten.

Gefragt werden Verbraucher nach ihrer Beurteilung der allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen, der Einkommensentwicklung, der Beschäftigungsbedingungen und nach der Bereitschaft zum Kauf langlebiger Güter. Die Befragung erfolgt auf Sicht von drei Monaten. Erst ein Wert von mehr als 50 Punkten signalisiert, dass die Verbraucher die Konsumaussichten eher optimistisch.

Damit setzen sich die positiven Nachrichten aus den USA fort. Zu Wochenbeginn hatten such sowohl US-Präsident Barack Obama als auch US-Notenbankchef Ben Bernanke überraschend zuversichtlich geäußert. "Ohne Zweifel sind die Zeiten immer noch hart", sagte Obama. Aber "zum allerersten Mal fangen wir an, Hoffnungsschimmer zu sehen". In Anspielung auf die Bergpredigt verglich Obama die Wirtschaftslage bei seinem Amtsantritt im Januar mit einem auf bloßem Sand gebauten Haus. Die neue amerikanische Wirtschaft, die aus der schwersten Krise seit sieben Jahrzehnten hervorgehen werde, müsse dagegen auf einem stabilen Fundament aus Stein errichtet sein, erklärte der Präsident.

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