Kostümschneider profitieren so richtig von den Jecken
Karnevalstage beflügeln Wirtschaft

Die Ausgelassenheit zur Karnevalszeit wirkt sich aus Sicht von Experten positiv auf die Wirtschaft aus. „Bessere Stimmung steigert die Leistungsfähigkeit der Menschen“, sagte der Arbeitsmarktforscher Holger Schäfer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW).

HB KÖLN. Ein oder zwei freie Tage wie am Rosenmontag und Karnevalsdienstag schadeten den Unternehmen nicht. Die Arbeits- und Produktionsausfälle würden in den meisten Fällen wieder aufgeholt. Produktionsausfälle werden nach Aussage Schäfers auch durch einen Konsumimpuls aufgewogen.

Der Bund Deutscher Karneval (BDK) beziffert das Umsatz-Plus durch die bunte Narretei auf bis zu 5 Milliarden Euro, berichtete die „Bild“-Zeitung (Montagausgabe). Ob Kamelle, Bier und Schnaps oder Übernachtungen - schätzungsweise 6,5 Millionen Jecken sind zur „Fünften Jahreszeit“ spendabel: Allein in der Karnevalshochburg Köln wird der Umsatz auf gut 300 Millionen Euro geschätzt, in Düsseldorf sollen es etwa 200 Millionen Euro sein.

So machen etwa Kostümschneider und Ordenshersteller einen großen Teil ihres Jahresumsatzes mit den Jecken. Immerhin kostet eine Prinzenuniform nach Informationen von Karnevalsvereinen zwischen 4000  und 6 000 Euro. An den Hälsen der Narren baumeln bundesweit mehr als zwei Millionen Orden für jährlich etwa 20 Millionen Euro. Für weitere Umsätze sorgen Saalveranstaltungen der Vereine. Auch bei den Brauereien schäumt das Karnevals-Geschäft: In den närrischen Hochburgen machen sie während der „tollen Tage“ etwa ein Drittel mehr Umsatz als im übrigen Jahr.

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