Kräftiger Exportmotor
Japans Wirtschaft unerwartet stark gewachsen

Die japanische Wirtschaft ist im dritten Quartal doppelt so schnell gewachsen wie erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt legte damit bereits im siebten Quartal in Folge zu. Doch es gibt auch Unsicherheiten.

HB TOKIO. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt legte zwischen Juli und September um annualisiert 2,0 Prozent zu und damit bereits im siebten Quartal in Folge, wie die Regierung bekannt gab.

Die schwachen Ausgaben der Verbraucher wurden durch den kräftigen Exportmotor und die weiter gestiegenen Investitionen der Unternehmen in neue Anlagen und Fabriken mehr als wettgemacht. Vor diesem Hintergrund wird an den Märkten über eine weitere Anhebung der Zinsen durch die Bank von Japan (BoJ) im Dezember oder Januar spekuliert.

Die Börse legte in Reaktion auf die überraschend positiven Konjunkturdaten deutlich zu; der Nikkei-Index für 225 Standardwerte stieg um 267,06 Punkte oder 1,67 Prozent auf 16 289,55 Zähler. Auch der Yen zog zum Dollar und Euro an.

Ökonomen hatten im Schnitt mit einem annualisierten Wachstum von um die ein Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorquartal legte die Wirtschaft um real 0,5 Prozent zu, erwartet waren 0,2 Prozent. Die Ministerin für Wirtschafts- und Fiskalpolitik, Hiroko Ota, sieht die wirtschaftliche Erholung Japans weiterhin intakt, ist aber besorgt über den schwachen Privatkonsum, der über die Hälfte der wirtschaftlichen Leistung Japans ausmacht.

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