Krise am Geldmarkt
EZB teilt erneut frisches Geld zu

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wegen anhaltender Engpässe am Geldmarkt den Geschäftsbanken erneut zusätzliche Milliarden zur Verfügung gestellt.

HB FRANKFURT. Mit einem so genannten Schnelltender wurden am Donnerstag 42,245 Milliarden Euro zugeteilt, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Der Durchschnittszins für das Geld lag bei 4,13 Prozent. Der Tender war am Morgen zu einem Mindestsatz von 4,00 Prozent ausgeschrieben worden.



Wegen des Liquiditätsengpasses am Geldmarkt hatte die Notenbank den Banken Anfang August bereits vier Mal hohe Beträge zur Verfügung gestellt, allein am ersten Tag rund 95 Milliarden Euro. Zwar verfügen viele Banken über ausreichend liquide Mittel, allerdings horten sie diese lieber angesichts der fortbestehenden Unsicherheit als sie zu verleihen:

Am Mittwoch lagen die Tagesgeldsätze am Euro-Geldmarkt mit über 4,70% in der Spitze auf dem höchsten Stand seit rund sechs Jahren. Für die übrigen Laufzeiten lagen die Zinsen ebenfalls deutlich über dem, was angesichts eines EZB-Leitzinses von 4,00% als normal bezeichnet werden kann.

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