Krisenland
Griechische Wirtschaft erholt sich

Die Wirtschaft in Griechenland wächst wieder: Arbeitsmarkt und Tourismussektor senden positive Signale, die Rezession lässt nach. In dem Krisenland wächst die Hoffnung, dass das Schlimmste überstanden ist.
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AthenGriechenland hat nach Worten von Finanzminister Yannis Stournaras die konjunkturelle Talsohle durchschritten. „Die Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal und damit zum ersten Mal seit Beginn der Krise“, sagte Stournaras am Donnerstag auf einer Konferenz in Athen. Er beruft sich dabei auf Schätzungen der Regierung. Denn das Statistikamt weist nur den Vergleich mit dem Vorjahresquartal aus. Hier war das Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni zwar um 3,8 Prozent geschrumpft, aber so gering wie seit drei Jahren nicht mehr.

„Die Indikatoren belegen, dass die Rezession nachlässt und sich die Wirtschaft in Richtung Erholung bewegt“, sagte der Finanzminister zu Reuters. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie war zuletzt auf den besten Wert seit dreieinhalb Jahren geklettert, während sich die Tourismusbranche über steigende Einnahmen freut. Stournaras erwartet im Gesamtjahr 2013 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,8 Prozent, während die Geldgeber von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) bislang ein Minus von 4,2 Prozent veranschlagen.

Auch der Arbeitsmarkt sendet winzige Lichtblicke. Die Arbeitslosenquote sank im zweiten Quartal auf 27,1 Prozent und damit erstmals seit fast vier Jahren, wie das Statistikamt mitteilte. Damit bleibt der Wert aber dicht bei der Rekordmarke von 27,4 Prozent aus dem Frühjahr, als der höchste Stand seit Beginn der Quartalserhebung 1998 erreicht wurde. Gute Nachrichten kommen weiter vom wichtigen Tourismussektor: Die Zahl der Beschäftigten in Hotels und Restaurants stieg zum Vorquartal um elf Prozent auf 256.300.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Krisenland: Griechische Wirtschaft erholt sich"

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  • Das Schöngerede basiert auf einem noch viel elementareren Trugschluss:
    In einem an Jahreszyklen gebundenen Sektor wie der Tourismusbranche werden höhere Beschäftigungszahlen im Sommer im Vergleich zum Frühling als Erfolg gewertet.
    Zitat: "Gute Nachrichten kommen weiter vom wichtigen Tourismussektor: Die Zahl der Beschäftigten in Hotels und Restaurants stieg zum Vorquartal um elf Prozent auf 256.300."
    Und ja, man hält uns für dumm.

  • Glatt gelogen, wie der Rest auch.
    Das gehört alles zum Jahrzehnte altem, gut geöltem griechischem Geschäftsmodell:
    Pumpen, Pleite gehen, Retten lassen und dann von vorne.
    Wenn das Modell nicht mehr gekauft wird zückt man "Philosophisch" einen Arischen Prekariatskanzler namens Schröder der das dann eben kriminell und folgenlos durchsetzt. Oder mann zahlt Peer ein paar Reden - oder glauben Sie der bekommt das Geld für den intelligenten Inhalt?
    Denen wollen Sie noch was nachrechnen? Vergessen Sie es: Nähen Sie lieber Ihre Taschen zu und fahren Sie tunlichst
    woanders hin.
    Wie oft denn noch - wer glaubt soviel Dreck - wer ist so doof?

  • Rechner,

    Es geht momentan ein bisschen aufwärts, weil die Touristensaison noch nicht zu Ende ist und es dieses Jahr durch die Krise in Ägypten, Tunesien mehr Touristen in Griechenland gegeben hat. Wenn sich in Ägypten etc. die Lage etwas normalisiert, dann werden die Leute wieder dorthin fahren, weil es dort einfach wesentlich billiger ist.

    Somsit schreien Sie etwas zu früh hurra, weil der grösste Strauchelblock, nämlich die absurde Bürokratie, nach wie vor vorhanden ist und man ja jetzt noch zusätzlich Leute einstellt (50000 für die nächsten 5 Monate).

    Somit kann das zweite Quartal 2014 genauso schlechter sein.

    Wobei Zahlendreher Stournaras doch nicht zu vertrauen ist, weil er nämlich einer der Schlüsselfiguren (Chefunterhändler?) beim ehrenvollen Eintritt Griechenland's in die EU war.

    Da sollte man dann noch eher die Gebrüder Grimm für Tatsachenschreiber halten.

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