Länderdaten deuten Rückgang an
Zeichen stehen auf sinkende Inflation

Der rückläufige Ölpreis hat die Teuerung anscheinend erstmals seit Monaten wieder etwas gedämpft. Erste Preisdaten aus den Bundesländern für den Monat Juni deuten jedenfalls auf eine Abschwächung der Inflation in Deutschland hin.

HB BERLIN. Die Lebenshaltungskosten in Bayern blieben nach Angaben des Statistischen Landesamtes vom Mittwoch von Mai auf Juni unverändert, in Nordrhein-Westfalen stiegen sie lediglich um 0,1 %. Die Jahresteuerungsrate schwächte sich damit auf 2,0 beziehungsweise 1,7 % ab. „Der Höhepunkt bei der Inflation ist jetzt durch“, sagte Peter Leonhardt von der Dekabank. Den Preisrückgang bei Energie machten in beiden Bundesländern teurere Pauschalreisen wett. Trotz der sinkenden Inflation rechnen aber immer mehr Volkswirte mit einer Leitzinserhöhung in der Euro-Zone noch in diesem Jahr.

Befragte Analysten erwarten für Gesamtdeutschland im Schnitt einen monatlichen Preisanstieg um 0,1 % und eine Abschwächung der Jahresteuerung auf 1,8 %. Im Mai hatte die jährliche Inflationsrate mit zwei Prozent den höchsten Stand seit über zwei Jahren erreicht.

In Bayern und Nordrhein-Westfalen verbilligten sich von Mai auf Juni Kraftstoffe und Heizöl um jeweils gut drei Prozent. Pauschalreisen verteuerten sich um 3,6 %. „Hier macht sich der beginnende Sommer bemerkbar“, sagte ING BHF-Volkswirt Stephan Rieke. „Ansonsten haben wir eine recht moderate Preisentwicklung. Bei Nahrungsmittel und Bekleidung haben wir stabile oder sogar leicht rückläufige Preise.“ Ähnlich äußerte sich das Bundeswirtschaftsministerium in seinem Monatsbericht: „Die Kerninflation signalisiert keine Beschleunigung des Preisauftriebs.“

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