Ländervergleich
Tarifverdienste wachsen in Frankreich schneller

Der Verdienst deutscher Arbeitnehmer wächst laut dem Statistischen Bundesamt erneut langsamer als im Nachbarland. Den Franzosen bleibt auch dank niedrigerer Inflation im Portemonnaie. In Deutschland frisst diese das Lohnwachstum vollständig auf.

HB WIESBADEN. Geringeres Lohnplus als in Frankreich: Die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmer in Deutschland sind im Jahr 2007 um 2,3 Prozent gestiegen, während Arbeitnehmer in Frankreich 2,7 Prozent mehr erhielten. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.

Damit lagen die durchschnittlichen Tariferhöhungen in Deutschland das vierte Jahr in Folge unter denen in Frankreich. Gleichzeitig seien die harmonisierten Verbraucherpreise in Deutschland um 2,3, in Frankreich aber nur um 1,6 Prozent gestiegen.

Die höchste Steigerung in Deutschland wiesen laut Bundesamt die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmer im Verarbeitenden Gewerbe mit 3,2 Prozent auf. Dies lasse sich unter anderem auf Tariferhöhungen in der deutschen Metallindustrie, in der Chemischen Industrie und im Maschinenbau von bis zu 4,1 Prozent zurückführen.

In den übrigen Wirtschaftsbereichen seien die Tarifverdienste der Arbeitnehmer durchschnittlich zwischen 0,9 Prozent (Bergbau) und 1,7 Prozent (Verkehr und Nachrichtenübermittlung) gestiegen. Der Anstieg der Tarifverdienste habe in diesen Branchen somit unter dem der Verbraucherpreise gelegen.

Auch in Frankreich lagen 2007 die höchsten durchschnittlichen Tariferhöhungen bei 3,2 Prozent – sie wurden von den Tarifbeschäftigten im Baugewerbe erzielt.

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